Facility-Service-Markt 2020: Anorganisches Wachstum, Digitalisierung, Arbeitsmarkt und Umweltschutz prägen die Branche

20.01.2020 – Mindelheim

Vertragslaufzeiten im Facility Management sind – entgegen anderer B2B-Services – mit üblicherweise mindestens drei Jahren auf Dauer angelegt. Zwar sind auch Neuausschreibungen üblich, um auf die Marktentwicklung reagieren zu können. Themen und Trends aus anderen Branchen erreichen das Facility Management aber mit einer gewissen Verzögerung.

2018 steigerten die 25 führenden Unternehmen ihren Umsatz um 4,1 Prozent – ein solides Wachstum, das aber den niedrigsten Wert seit der Wirtschafts- und Finanzkrise markiert. Die grundlegenden Unsicherheitsfaktoren bestehen weiter: Tendenziell wieder noch stärkeres Kostenbewusstsein insbesondere in der Industrie, große Herausforderung bei der Rekrutierung von Handwerkern mit Ausbildung und Unsicherheiten, welche Geschäftsmodelle sich mit Blick auf die Digitalisierung etablieren werden.

Aber auch konkretere anorganische Impulse für den Markt stehen bereits fest: Mit dem Mitte 2019 vollzogenen Dienstleisterwechsel der Deutschen Telekom wird aller Voraussicht nach ISS in die Top 10 der Lünendonk®-Liste aufsteigen. CBRE hat mit einem internationalen Auftragsgewinn von Novartis ebenfalls einen Großauftrag gewonnen, der zu einer wesentlichen relativen Umsatzsteigerung führen wird. Lattemann & Geiger sowie Dussmann setzen ihre anorganische Wachstumsstrategie fort und auch Engie hat im Dezember 2019 weiter zugekauft. Angesichts der zahlreichen Übernahmen der Spie in den vergangenen drei Jahren wären weitere Beteiligungen in 2020 ebenfalls nicht überraschend. Lünendonk wird sich in der jährlich im Sommer erscheinenden Marktstudie mit der M&A-Strategie des Marktes befassen.

Über diesen taktischen Aspekt steht fest: Die Nutzeranforderungen und damit der Markt wandeln sich stetig. Neben der Digitalisierung und dem Arbeitsmarkt steht derzeit insbesondere der Beitrag der Immobilienwirtschaft hinsichtlich des Klimaschutzes im Mittelpunkt und erfordert eine Nachhaltigkeitsstrategie. Facility-Service-Unternehmen können hierzu wesentlich beitragen. Mögliche Leistungen sind etwa die Vermeidung von Verpackungsabfall im Catering, die Bewirtschaftung von Ladeinfrastrukturen für Elektromobilität bis hin zum Energiemanagement beziehungsweise zur Beratung der Immobilieneigentümer, um nur einige Schlagworte zu nennen.

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Thomas Ball

Facility Management & Instandhaltung, Zeitarbeit
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