Corona löst Digitalisierungsschub aus – Kompetenzen von IT-Freelancern gefragt

26.11.2020 – Mindelheim

IT-Freelancer Digitalisierung
Bild: SFIO CRACHO, stock.adobe.com

Die aktuelle ZEW Konjunkturumfrage beweist, was nahezu alle Unter­nehmensverantwortlichen in den letzten Wochen immer wieder bestätigten: Die Corona-Pandemie sorgt für einen starken Digitalisierungsschub in den Unternehmen. So gaben 40 Prozent der von ZEW Befragten aus dem unternehmensnahen Dienstleistungsbereich und 25 Prozent aus dem verarbeitenden Gewerbe an, dass sie durch Corona einen Digitalisierungsschub erhalten haben. Gespräche mit Marktteilnehmern zeigen zudem: Innerhalb kürzester Zeit konnten im Zuge von Corona digitale Initiativen umgesetzt werden, die vorher so nicht denkbar waren.

IT-Freelancer als mögliche Antwort auf den Fachkräftemangel

Neben der starken Verlagerung von Büroarbeit ins Home-Office wurden in der jetzigen Krisensituation zahlreiche Lösungen für die Digitalisierung von Produkten und Services wie auch der Geschäftsprozesse umgesetzt (z.B. digitale Unterschriften, Workflow-Systeme, Kollaborationsplattformen). Für das Gelingen dieser Digitalisierungsprojekte benötigen die Unternehmen oftmals kurzfristig spezielles Know-how, um in den Phasen von Entwicklung, Implementierung und Betrieb neuer Lösungen schnell voranzukommen. Die aktuelle Lünendonk®-Studie „Der Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland“ zeigt aber, dass der Mangel an Fachkräften – insbesondere von IT-Fachkräften – für Unternehmen weiterhin eine große Herausforderung ist. Der Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte ist so gut wie leergefegt. Unternehmen sind daher darauf angewiesen, externe Dienstleister wie IT-Berater und IT-Freelancer zu beauftragen. Diese können kurzfristig dabei helfen, die digitale Transformation mit entsprechender Expertise voranzutreiben.

Cloud als das Top-Thema in 2020 und 2021

Welche Themen beschäftigen die Kunden derzeit im Hinblick auf die digitale Transformation besonders? Laut der aktuellen Lünendonk®-Studie steht die Cloud auf der To-do-Liste ganz oben. Der Trend zum Home-Office hat dieses Thema zudem weiter befeuert. So gaben zwei von drei IT-Beratungsunternehmen an, dass die Nachfrage bei der Cloud-Transformation in diesem und im kommenden Jahr sehr hoch sein wird. An zweiter Stelle folgt die Anpassung der Business- und IT-Architektur, um neue Softwarelösungen und Technologien schnell miteinander kombinieren zu können.

Darüber hinaus spielen die schnelle und intelligente Auswertung von Daten (Big Data Analytics) sowie die Verbesserung der Customer Experience in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle – speziell vor dem Hintergrund zunehmender digitaler Kundeninteraktionen. Jedoch dürfen auch Cyber Security bzw. die Informationssicherheit nicht vergessen werden. Gerade die Umstellung auf Remote- und Heimarbeit bietet Hackern ein zusätzliches Einfallstor, auf das Unternehmen dringend reagieren müssen.  Neben den genannten Themen müssen sich zahlreiche Unternehmen zudem mit dem Wechsel auf die neue ERP-Version von SAP vorbereiten. Entsprechend groß wird hier in den kommenden Jahren die Nachfrage nach IT-Spezialisten.

Trendthemen IT-Dienstleister

Nachgefragte Kompetenzen der Kunden

Die Trendthemen der Kundenunternehmen schlagen sich auch in den nachgefragten Kompetenzen für IT-Freelancer nieder. Dies zeigt die aktuelle Lünendonk®-Studie „Der Markt für Vermittlung, Rekrutierung und Steuerung von IT-Freelancern“. In der Studie gaben die führenden Vermittler von IT-Freelancern an, welche Kompetenzen Kundenunternehmen derzeit besonders nachfragen. Unverändert in diesem Jahr waren die meistgesuchten Experten Softwareentwickler, die mit ihren spezifischen Programmierkenntnissen die Grundlage für die digitale Transformation legen. Stark nachgefragt werden weiterhin Cloud-Spezialisten, die Unternehmen helfen, Private, Public oder Hybrid Clouds auszuwählen sowie die passenden Cloud-Lösungen einzurichten und zu betreiben.

IT-Freelancer

Auch SAP-Berater werden weiterhin gebraucht – insbesondere für die S/4HANA-Umstellung, die bei vielen Unternehmen gerade durchgeführt wird oder für die kommenden Jahre geplant ist. Durch den starken Anstieg an Mitarbeitern, die nun von zu Hause aus arbeiten und ein höheres Sicherheitsrisiko darstellen, benötigen die Unternehmen noch mehr Experten aus dem Bereich Cyber Security bzw. IT-Auditierung.  Weiterhin auf einem hohen Niveau bleibt die Nachfrage nach Business Consultants sowie Organisationsberatern, die Unternehmen mit einem Blick von außen sowie externem Know-how unterstützen. Etwas nachgelassen hat hingegen der Bedarf nach Anwendungsbetreuern/-entwicklern und Systemadministratoren. Damit decken sich die Einschätzungen der Kundenunternehmen sehr stark mit denen der IT-Freelancer-Unternehmen.

Verfügbarkeit von Spezialisten

Gerade Digitalisierungsprojekte erfordern zahlreiche unterschiedliche Qualifikationen, die innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung stehen sollten – angefangen von der Strategieentwicklung und dem Design erster Prototypen über die Entwicklung und das Testen der Software bis hin zum sicheren Betrieb und zur anschließenden Vermarktung. Aus Sicht der Kunden spielt bei der Auswahl eines IT-Freelancers nicht nur die Fachkenntnis oder das technische Know-how eine zentrale Rolle, sondern auch die kurzfristige Verfügbarkeit von Spezialwissen. Daher legen die Kunden von Personaldienstleistungs­unternehmen, die sich auf die Vermittlung von freiberuflichen IT-Experten spezialisiert haben, oftmals ein Augenmerk darauf, wie schnell die gewünschten Kompetenzen verfügbar sind. Mit der Corona-Krise mag die Bedeutung der Verfügbarkeit kurzfristig gedämpft worden sein. Jedoch besteht der Fachkräftemangel weiterhin. Deshalb wird dieses Kriterium wieder an Bedeutung gewinnen, sobald sich die Konjunktur erholt.

Zur Lünendonk®-Studie

Dies sind ausgewählte Ergebnisse der Lünendonk®-Marktsegmentstudie 2020 „Der Markt für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT-Freelancern in Deutschland“. Die Studie ist mit freundlicher Unterstützung von Allgeier Experts, Etengo, Ferchau, Hays, Modis und Westhouse entstanden. Sie vermittelt auf über 170 Seiten einen umfassenden Überblick über Trends und Entwicklungen im IT-Freelancer-Markt sowie zahlreiche weitere informative Kennzahlen. Einen Einblick in die Studie erhalten Sie mit dem kostenfreien Management Summary. Die gesamte Studie ist als PDF für 1.750 Euro zzgl. jeweils gültiger Mehrwertsteuer zum Zeitpunkt der Bestellung unter www.luenendonk.de erhältlich.

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