- Strategische Relevanz und Umsetzung von KI-Agenten klaffen deutlich auseinander
- Überführung von KI-Pilotprojekten in den Produktivbetrieb ist eine große Herausforderung
- Investitionen in Daten, Plattformen und KI-Kompetenz im Fokus
- Neue Lünendonk-Studie ab sofort verfügbar
Mindelheim, 17. September 2026 — Autonome KI-Agenten gelten als nächste Evolutionsstufe künstlicher Intelligenz. Sie assistieren nicht nur, sondern können Aufgaben eigenständig planen, Entscheidungen treffen und Handlungen ausführen. Damit vollzieht sich der Übergang vom reaktiven Werkzeug zum proaktiven System. Der produktive Einsatz autonomer KI-Agenten ist bislang jedoch noch wenig ausgeprägt. Unternehmen erkennen aber das enorme Potenzial von Agentic AI und wissen, dass für eine erfolgreiche KI-Transformation erst das Fundament durch gezielte Investitionen in Datenintegration, Plattformen, IT-Infrastruktur sowie Digital Enablement und AI Compliance geschaffen werden muss.
Dies sind Ergebnisse der neuen Lünendonk-Studie „Agentic AI: vom Copiloten zum Autopiloten”, die in Kooperation mit Cosmo Consult, HyPlus, Materna, Reply, Sopra Steria und Woodmark entstanden ist. Die Studie ist ab sofort unter www.luenendonk.de kostenfrei erhältlich ist.
Einsatz von autonomen KI-Agenten steht noch am Anfang
58 Prozent der befragten Unternehmen testen autonome KI-Agenten derzeit in ersten Pilotprojekten, weitere 18 Prozent befinden sich noch in der Explorations- und Testphase und nur 19 Prozent setzen KI-Agenten bereits in einzelnen Aufgabenbereichen ein. Eine durchgängige Ende-zu-Ende-Integration in mehrere Kernprozesse bleibt dagegen die Ausnahme: Erst ein Prozent der Unternehmen hat diesen Reifegrad erreicht. Beim erwarteten Nutzen herrscht hingegen große Einigkeit: 96 Prozent versprechen sich von KI-Agenten sowohl Effizienzsteigerungen als auch Kostensenkungen und 90 Prozent erwarten zudem mehr Geschwindigkeit und Flexibilität.
„Die strategische Relevanz von autonomen KI-Agenten ist in der Breite angekommen. Was fehlt, ist die operative Konsequenz: Unternehmen müssen den Übergang vom Piloten in den Regelbetrieb aktiv gestalten – mit klaren Prozessverantwortlichkeiten, belastbaren Datenarchitekturen und einer durchdachten Governance”, kommentiert Tobias Ganowski, Studienautor und Senior Consultant bei Lünendonk, die Ergebnisse.
Die Skalierungslücke bleibt das zentrale Umsetzungsproblem
66 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass weniger als ein Viertel ihrer bisherigen KI-Pilotprojekte den Sprung in den produktiven Einsatz geschafft hat. Die Ursachen hierfür sind laut Studie vielschichtig. Häufig fehlen geeignete technologische Voraussetzungen, moderne Integrationsschichten und eine ausreichende Datenanbindung. Hinzu kommen Sicherheits- und Datenschutzbedenken sowie ein Mangel an qualifiziertem Personal für Umsetzung, Betrieb und Weiterentwicklung. Zusätzlich erschwert eine Vielzahl parallel laufender und unzureichend aufeinander abgestimmter KI-Initiativen die Skalierung.
Investitionsschwerpunkte für skalierbare KI-Agenten
Unternehmen schaffen gezielt die Voraussetzungen für die Skalierung von Agentic AI. 98 Prozent investieren in den kommenden zwei Jahren stark in Datenqualität und -integration, 94 Prozent in Orchestrierungsplattformen und IT-Infrastruktur. Digital Enablement, etwa durch Schulungen und Change Management, sowie KI-Compliance stehen für jeweils 87 Prozent im Fokus. 73 Prozent erwarten dabei keine Ablösung bestehender Anwendungen; stattdessen sollen KI-Agenten vorhandene Systeme ergänzen und komplette Prozessketten orchestrieren. Voraussetzung sind offene Schnittstellen und ereignisgesteuerte Architekturen. Damit wird Agentic AI zugleich zum Treiber der IT-Modernisierung.
Bezug
Für die Lünendonk-Studie „Agentic AI: vom Copiloten zum Autopiloten” wurden 180 CIOs, IT-Bereichsleiter und Fachbereichsverantwortliche aus dem gehobenen Mittelstand und Konzernen aus der DACH-Region umfassend befragt. Bei der Branchenverteilung wurde auf einen ausgewogenen Mix geachtet. Die Studie wurde in fachlicher Zusammenarbeit mit Cosmo Consult, HyPlus, Materna, Reply, Sopra Steria und Woodmark realisiert und steht ab sofort unter www.luenendonk.de zum kostenfreien Download bereit.
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