KI verschiebt die Kräfteverhältnisse im Markt für Wirtschaftsprüfung

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Die Marktstruktur in der Wirtschaftsprüfung galt über Jahrzehnte als stabil: Die Big Four bestimmten das Feld, dahinter folgten die Next Seven mit deutlichem Abstand. Mit dem breiten Einsatz von Künstlicher Intelligenz könnte sich diese Ordnung jedoch schneller verändern, als viele erwarten.

Im Interview mit FINANCE TV erläutert Jörg Hossenfelder, welche Entwicklungen auf die Branche zukommen – und warum KI zu einem zentralen Treiber der Marktkonsolidierung wird. Besonders deutlich wird: KI schafft neue Skaleneffekte, automatisiert Routineprüfungen und verändert damit die traditionellen Wettbewerbsfaktoren.

Video‑Vorschaubild von FINANCE TV: Eine Person im Anzug sitzt in einem Studio‑Setting mit blauer und warmer Hintergrundbeleuchtung. In der Mitte befindet sich der YouTube‑Play‑Button. Oben steht der Videotitel „Bedroht KI das Imperium der Big Four?“. Links ist das FINANCE‑Logo zu sehen.
Jörg Hossenfelder im Interview mit FINANCE TV.

Zentrale Punkte aus dem Gespräch

  • Wie wird KI die zentralen Aufgaben der klassischen Wirtschaftsprüfung – von Analyse über Dokumentation bis hin zur Bewertung – neu strukturieren?
  • Wie viel Zeit bleibt den Next Seven noch, um den Abstand zu den Big Four zu verringern?
  • In welchem Maße werden sich Honorare und Kalkulationsmodelle verändern, wenn Prüfungsprozesse weiter automatisiert werden?
  • Ist der Datenvorsprung der Big Four tatsächlich ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil – oder lässt er sich durch KI‑Einsatz relativieren?
  • Kann KI langfristig die bestehende Marktstruktur aufbrechen oder zumindest spürbar verschieben?