- Top 25 legen im Mittel nur um 4,6 Prozent zu
- Wachstumsprognosen mit 6,7 bis 7,6 Prozent optimistisch
- KRITIS-Regulatorik sorgt für neue Impulse und Anforderungen
- Neue Lünendonk-Liste der führenden Sicherheitsdienstleister erschienen
Mindelheim, 14. Juli 2026 — Die 25 nach Umsatz führenden Sicherheitsdienstleister in Deutschland haben ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2025 im Durchschnitt um 4,6 Prozent gesteigert. Das Wachstum liegt damit unter dem Vorjahreswert und zeigt, dass die schwache Konjunktur auch im Sicherheitsdienstleistungsmarkt angekommen ist. Für die Jahre 2026 bis 2030 blicken die Dienstleister optimistisch nach vorn und erwarten ein jährliches Umsatzwachstum zwischen 6,7 und 7,6 Prozent, getrieben unter anderem durch die voraussichtlich steigende Nachfrage im Zuge der KRITIS-Regulatorik.
Das sind erste Ergebnisse der neuen Lünendonk-Studie „Sicherheitsdienstleistungen in Deutschland“, die im September 2026 erscheint. Die neue Lünendonk-Liste der führenden Sicherheitsdienstleister in Deutschland steht ab sofort unter www.luenendonk.de kostenfrei zum Download bereit.
Das Ranking im Detail
Die 25 führenden Sicherheitsdienstleister erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2025 einen sicherheitsrelevanten Umsatz in Höhe von 5.628,1 Millionen Euro und repräsentieren damit rund 40 Prozent des Marktvolumens (ohne Geld- und Wertlogistik). Im Segment Sicherheit beschäftigen sie insgesamt 97.400 Mitarbeitende und damit rund ein Drittel aller Beschäftigten der deutschen Sicherheitswirtschaft.
Die deutsche Landesgesellschaft des schwedischen Sicherheitskonzerns Securitas behauptet sich mit einem Umsatzwachstum von 2,4 Prozent auf insgesamt 1.239,1 Millionen Euro an der Spitze der Lünendonk-Liste. Als einziges Unternehmen erzielt Securitas einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro und bildet damit knapp neun Prozent des deutschen Sicherheitsdienstleistungsmarktes ab, mit deutlichem Abstand zum Verfolgerfeld.
Auf Rang zwei folgt die Kötter Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Essen. Kötter erzielte im Sicherheitsdienstleistungssegment ein Umsatzwachstum von 8,6 Prozent auf 659,0 Millionen Euro. Daneben erbringt der Dienstleister auch Facility Services und erreicht in Deutschland einen Gesamtumsatz von 770,0 Millionen Euro.
Die Kieler Wach- und Sicherheitsgesellschaft belegt einschließlich Sicherheit Nord mit einem geschätzten Umsatz von 558,0 Millionen Euro (+7,5 %) die dritte Position. An vierter Stelle folgt die Niedersächsische Wach- und Schliessgesellschaft mit der zugehörigen VSU mit einem Umsatz von 410,0 Millionen Euro (+2,5 %).
Wisag überschreitet mit einem Umsatzwachstum von 6,0 Prozent auf 310,4 Millionen Euro in der Sicherheitssparte erstmals die Marke von 300 Millionen Euro. Der Dienstleister aus Frankfurt ist der größte Arbeitgeber für Facility Service in Deutschland. Auch der auf Position sechs rangierende Sicherheitsdienstleister Pond aus Erlensee steht mit einem Umsatz von 292,2 Millionen Euro (+1,1 %) kurz davor, die 300-Millionen-Euro-Marke zu überschreiten.
Der Düsseldorfer Multidienstleister Klüh wuchs im Geschäftsjahr 2025 um 7,1 Prozent auf 221,8 Millionen Euro im Segment Sicherheitsdienstleistungen und belegt damit Rang sieben. Direkt dahinter folgt Piepenbrock mit einem Umsatz mit Sicherheitsdienstleistungen von 212,6 Millionen Euro (+6,2 %). Der Gesamtumsatz des Dienstleisters aus Osnabrück lag 2025 erstmals über einer Milliarde Euro.
W.I.S. aus Köln verzeichnet als einziges Unternehmen der Top 10 einen leichten Umsatzrückgang von 2,1 Prozent auf 153,1 Millionen Euro. Apleona schafft mit einer Umsatzentwicklung von 20,6 Prozent auf 145,9 Millionen Euro den Einzug in den Kreis der führenden zehn Sicherheitsdienstleister.
Im Mittelfeld entscheiden Nuancen
ICTS Germany verzeichnet ebenfalls einen leichten Umsatzrückgang von 1,9 Prozent auf 136,5 Millionen Euro und belegt damit weiterhin den elften Rang. Stölting folgt auf Position 12 mit einem Umsatz von 135,0 Millionen Euro (+8,6 %). Auch Dussmann aus Berlin verliert infolge eines Umsatzrückgangs von 1,6 Prozent in den Sicherheitsdienstleistungen auf 124,0 Millionen Euro einen Platz im Ranking. Die Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft verbleibt mit einem stabilen Umsatz von 118,6 Millionen Euro (+0,2 %) auf Rang 14. Dahinter folgt auf Position 15 Siba mit einem geschätzten Umsatz von 117,0 Millionen Euro (+1,7 %).
Die Umsatzabstände im Verfolgerfeld ab Position 16 sind gering. Um eine Position verbessert sich ESD mit einem Umsatz von 87,5 Millionen Euro (+2,9 %). Mit einem Abstand von einer halben Million Euro folgt All Service, das sich mit einer Umsatzentwicklung von 13,0 Prozent auf 87,0 Millionen Euro von Position 21 auf Platz 17 verbessert. Auch das Bewachungsinstitut Eufinger rückt mit einem Umsatz von 86,8 Millionen Euro (+6,5 %) eine Position nach vorn. Die big. bechtold-Gruppe aus Karlsruhe verliert dagegen aufgrund eines Umsatzrückgangs von 4,1 Prozent auf 84,6 Millionen Euro drei Plätze.
Auch die Power-Gruppe rückt infolge eines Umsatzrückgangs von 0,7 Prozent auf 82,5 Millionen Euro zwei Plätze nach hinten. City Schutz aus Schönburg rückt mit einem geschätzten Umsatz von 80,0 Millionen Euro (+2,3 %) von Rang 20 auf Position 21. Secura protect erzielt mit einem Umsatzwachstum von 24,2 Prozent auf 78,4 Millionen Euro das größte Umsatzwachstum innerhalb der Top 25 und verbessert sich dadurch um zwei Positionen.
Auf Rang 23 folgt WeWatch mit einem Umsatz von 73,0 Millionen Euro (+7,4 %). ISS folgt auf Position 24 mit einem Umsatz von 69,4 Millionen Euro (+2,4 %). Ardor verliert aufgrund eines Umsatzrückgangs von 6,5 Prozent drei Plätze und schließt die Top 25 mit einem Umsatz von 65,7 Millionen Euro ab.
Die Branche bleibt optimistisch
Die schwache Konjunktur in Deutschland wirkt sich auch auf den Markt für Sicherheitsdienstleistungen aus. Sechs der 25 führenden Dienstleister verzeichneten 2025 einen Umsatzrückgang. Für die Zukunft zeigen sich die Dienstleister jedoch optimistisch und erwarten bis 2030 ein durchschnittliches Wachstum zwischen 6,7 und 7,6 Prozent pro Jahr. Dazu tragen auch die steigenden regulatorischen Anforderungen an die Sicherheit und Resilienz kritischer Infrastrukturen bei.
„Im Zuge des KRITIS-Dachgesetzes steigen nicht nur die Anforderungen an die Sicherheit und Resilienz kritischer Infrastrukturen, sondern auch der Kreis der Unternehmen, die eine Resilienzstrategie entwickeln müssen, hat sich deutlich erweitert.“, kommentiert Stefan Schubert, Consultant bei Lünendonk & Hossenfelder. „Technologiegestützte integrierte Sicherheitsstrategien werden zu einem wichtigen Baustein der Resilienzstrategie kritischer Infrastrukturen. Sicherheitsdienstleister übernehmen dabei die Rolle eines Partners für Beratung, Technologieintegration und operative Umsetzung.“
Bezug
Die Lünendonk-Liste 2026 „Führende Sicherheitsdienstleister in Deutschland“ steht ab sofort unter www.luenendonk.de zum kostenfreien Download bereit. Die vollständige und umfangreiche Marktstudie erscheint im September und basiert auf einer Analyse von 50 Sicherheitsdienstleistern. Die Lünendonk-Studie enthält zahlreiche Marktstrukturdaten, Segmentauswertungen sowie Einschätzungen zu aktuellen Themen und Trends. Die Lünendonk-Studie „Sicherheitsdienstleistungen in Deutschland“ wird durch die Studienpartner Apleona Security Services, Ardor, ICTS Germany, W.I.S. Sicherheit + Service sowie Wisag Sicherheit & Service ermöglicht.
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