Aufbau von KI-Know-how treibt den Markt für Weiterbildung

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Künstliche Intelligenz (KI) und insbesondere generative KI (GenAI) haben das Potenzial, kognitive Aufgaben zu unterstützen, zu beschleunigen und zu automatisieren. Dadurch lassen sich Produktivitätsfortschritte in großem Umfang erzielen.

Dies zeigt sich insbesondere bei Wissensarbeit, wie beispielsweise in der Consulting-Branche, die durch KI nachhaltig verändert wird. Die Nutzung von KI-Tools setzt jedoch eine entsprechende Schulung der Beraterinnen und Berater voraus. Der Bedarf ist groß.

Beratungsunternehmen setzen auf Weiterbildung

Um eine entsprechende KI-Expertise aufzubauen, setzen 92 Prozent der Beratungsunternehmen auf Weiterbildung der Belegschaft. Dies ist eines der Ergebnisse der Lünendonk®-Studie 2024 zu Managementberatung in Deutschland. An zweiter und dritter Stelle werden Kooperationen mit beispielsweise KI-Spezialisten und Hochschulen sowie die Einstellung von entsprechenden Experten genannt.

Die Grafik zeigt die Ergebnisse einer Lünendonk®-Studie 2024 zur Frage, welche Instrumente Unternehmen nutzen, um KI-Know-how aufzubauen. Die am häufigsten genutzte Maßnahme ist die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter, die von 57 % der Befragten „sehr häufig“ und von 35 % „manchmal“ eingesetzt wird. Kooperationen (30 % sehr häufig, 43 % manchmal) und die Rekrutierung externer Experten (29 % sehr häufig, 38 % manchmal) sind weitere gängige Methoden. Seltener setzen Unternehmen auf Mergers & Acquisitions (M&A) oder Joint Ventures, wobei knapp die Hälfte der Befragten angibt, diese Methoden „nie“ zu nutzen. Die Studie basiert auf einer Befragung von 41 bis 48 Teilnehmern.

Andere Branchen weisen Weiterbildungs-Defizite beim Zukunftsthema KI auf

Doch nicht alle Branchen sind sich der hohen Relevanz von KI für ihr Geschäftsmodell so bewusst wie die Consulting-Branche. Eine aktuelle TÜV-Studie unter 500 befragten Unternehmen zeigt, dass beim Weiterbildungsangebot zum Thema KI noch Defizite bestehen. 95 Prozent der deutschen Unternehmen bieten ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit, an Weiterbildungen teilzunehmen. Die „TÜV Weiterbildungsstudie 2024“ zeigt jedoch, dass derzeit 71 Prozent der befragten Unternehmen keine Schulungen zu KI durchführen und hierzu auch keinen Bedarf sehen.

Die Unternehmen sollten jetzt damit beginnen, die Chancen von KI zu ergreifen und ihre Beschäftigten auf die Veränderungen der Arbeitswelt vorzubereiten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. 39 Prozent der Personalverantwortlichen erwarten in den kommenden Jahren einen stark steigenden Weiterbildungsbedarf zum Thema KI. Entsprechend könnte sich das Weiterbildungsangebot der Unternehmen anpassen.