Nichts bleibt wie es ist: KI wird zum Strukturtreiber des deutschen Beratungsmarktes

PresseinformationBusiness Consulting
  • KI mit Abstand stärkstes Wachstumssegment im Consulting
  • Strukturelle Entkopplung von Umsatz- und Mitarbeiterwachstum
  • KI erhöht Wertschöpfungsbeitrag jedes Beraters
  • Neue Lünendonk-Studie ab sofort verfügbar

Mindelheim, 30. Juli 2026 Die deutsche Managementberatungsbranche wächst auch im dritten Rezessionsjahr in Folge: Das Marktvolumen stieg 2025 auf 49,0 Milliarden Euro an (+0,5 %) – ein Zuwachs so gering wie seit der Covid-19-Krise nicht mehr. Unternehmen beauftragen Beratungen dabei nicht trotz, sondern gerade wegen der Krise. Gleichzeitig verändert Künstliche Intelligenz (KI) die Branche tiefgreifender als jede Konjunkturbewegung zuvor: als zentrales Kundenprojektthema, als interner Effizienzmotor und als Ursache eines strukturellen Wandels, der Personalmodelle, Preissysteme und Karrierewege gleichzeitig infrage stellt. Wer als Beratungshaus früh in KI-Kompetenz investiert hat, wächst überdurchschnittlich – wer zögert, gerät unter Druck. Dies sind ausgewählte Ergebnisse der neuen Marktanalyse von Lünendonk, die ab sofort unter www.luenendonk.de erhältlich ist.

Künstliche Intelligenz: Vom Beratungsthema zum Treiber strukturellen Wandels

„Kein Thema prägt die Managementberatung derzeit so stark wie Künstliche Intelligenz – und zwar auf beiden Seiten des Geschäfts“, sagt Lünendonk-Geschäftsführer Jörg Hossenfelder. KI ist das mit Abstand am stärksten wachsende Beratungsfeld im deutschen Consulting-Markt. Für 2026 erwarten die befragten Unternehmen einen weiteren Nachfrageanstieg. 80 Prozent der Beratungshäuser nennen Digitalisierung und KI als ihre wichtigste Managementaufgabe – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 Prozentpunkte. Gleichzeitig verändert KI die Beratungshäuser selbst: Delivery-Prozesse werden effizienter, Personalstrukturen verschieben sich, Karrierewege verkürzen sich und Preismodelle, die jahrzehntelang unangefochten galten, stehen zur Disposition.

Umsatzwachstum und Personalaufbau entkoppeln sich

In der Managementberatung zeichnet sich ein langfristiger Strukturwandel ab: Die klassische Gleichung – mehr Umsatz erfordert mehr Köpfe – verliert ihre Gültigkeit. KI-gestützte Delivery erhöht den Wertbeitrag je Berater, ohne dass die Beratungskapazität im gleichen Maß wachsen muss. Hossenfelder stellt fest: „Noch ist dieser Effekt ein Paradox: Beratungshäuser haben zuletzt Personal für den Aufbau interner KI-Kompetenz und neuer Technologierollen schneller aufgebaut als ihre Umsätze – der Pro-Kopf-Umsatz ist im Marktdurchschnitt dadurch leicht gesunken (-1,5 %). Mittelfristig wird sich das Bild jedoch umkehren.“ Die KI-Nutzung erfordert kurzfristig eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl, wird aber mittelfristig zu einer Entkopplung von Umsatz und Consultants-Anzahl führen: Die Pro-Kopf-Umsätze werden steigen, was bei den größeren Beratungshäusern bereits sichtbar ist.

Über die Lünendonk-Studie

Die umfassende Lünendonk-Studie „Managementberatung in Deutschland“ ist Ende Juli 2026 erschienen und kann unter www.luenendonk.de zum Preis von 2.500 Euro (zzgl. MwSt.) bestellt werden. Für die Studie sind in diesem Jahr 68 in Deutschland aktive Managementberatungen im Zeitraum Februar bis Mai 2026 befragt worden. Diese Studienreihe wird seit nahezu 30 Jahren jährlich vom Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder publiziert.

Head of Operations

Theresa Drexel

Lünendonk & Hossenfelder
Tel. +49 8261 73140-40
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