- Top 25 mittelständische IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen wachsen 2025 um durchschnittlich 1,9 Prozent
- Kriselnde Kundenbranchen erhöhen den Druck zur Erschließung neuer Märkte
- Wachstumserwartungen für 2026 nach unten korrigiert: Umsatzplus von 8,5 Prozent wird erwartet
- Lünendonk-Liste der führenden mittelständischen IT-Beratung- und Systemintegrations-Unternehmen kostenfrei verfügbar
Mindelheim, 29. Juni 2026 — Die 25 führenden mittelständischen IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen in Deutschland blicken auf das zweite herausfordernde Jahr in Folge: Ihre Umsätze sind 2025 im Durchschnitt nur um 1,9 Prozent (2024: 2,2 %) gestiegen. Nachdem die IT-Dienstleister zwischen 2015 und 2023 im Durchschnitt um über zehn Prozent pro Jahr gewachsen sind, stabilisiert sich die Nachfrage auf einem niedrigen Niveau. Positive Wachstumsimpulse kamen 2025 vor allem aus dem Auslandsgeschäft. Die schwache Entwicklung im deutschen Markt ist überwiegend auf sinkende Umsatzanteile in der Automobilindustrie und der öffentlichen Verwaltung zurückzuführen. In der Automobilbranche ging der Anteil von 13,2 auf 11,2 Prozent zurück, in der öffentlichen Verwaltung um einen Prozentpunkt auf 13,9 Prozent. Die starke Abhängigkeit von Großkonzernen setzte mittelständische IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen im schwachen Investitionsumfeld besonders unter Druck: Jeder zweite Umsatzeuro stammt von Kunden mit mehr als zwei Milliarden Euro Jahresumsatz.
Dies sind Ergebnisse der neuen Lünendonk-Studie „Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland“, die Ende Juli 2026 erscheint. Die Lünendonk-Liste 2026 „Führende mittelständische IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen in Deutschland“ steht ab sofort unter www.luenendonk.de kostenfrei zum Download bereit.
Das Ranking im Überblick
In der aktuellen Lünendonk-Liste belegt Conet den ersten Platz. Mit einem Umsatzplus von 12,5 Prozent auf 341,2 Millionen Euro Gesamtumsatz erobern die Bonner den ersten Rang von Allgeier zurück, die in der Lünendonk-Liste 2025 den Spitzenplatz innehatten. Nach einer Portfoliobereinigung und dem Verkauf von Unternehmensteilen kommt Allgeier auf einen Gesamtumsatz von 327,6 Millionen Euro auf Rang 2, gefolgt von Senacor mit einem Gesamtumsatz von 248,0 Millionen Euro. Auf Rang 4 folgt init. Das Unternehmen wuchs durch die Übernahme der HBSN, einem Spezialisten für digitale Transformation in der Gesundheitsbranche, um 7,5 Prozent. Die Top 5 komplettiert Cosmo Consult. Mit einem Umsatzplus von 10,2 Prozent zählt das Unternehmen zu den wachstumsstärksten IT-Beratungen des Jahres 2025.
Um jeweils über 15 Prozent gewachsen sind AdEx (+15,8 %) und Infomotion (+15,3 %) – sowohl durch organische als auch anorganische Effekte. Ebenfalls zweistellig wuchsen neben Conet und Cosmo Consult auch Dataciders (+10,6 %) und PPI (+10,2 %). Neu in der aktuellen Lünendonk-Liste sind x1F auf Rang 7, Dataciders auf Platz 15, iteratec auf Rang 23 und Arineo auf Position 25.
„Einige IT-Dienstleister mussten im Jahr 2025 teilweise deutliche Umsatzrückgänge verbuchen. Betroffen waren vor allem Anbieter mit einer hohen Abhängigkeit von Krisenbranchen wie der exportorientierten Industrie und dem Automotive-Sektor“, erklärt Mario Zillmann die Herausforderungen einiger mittelständischer IT-Beratungen. „Gleichzeitig spiegeln die Rückgänge teilweise auch eine strategische Neuausrichtung wider: Einige Unternehmen haben ihr Portfolio bereinigt und sich von Leistungen getrennt, die angesichts veränderter Kundenanforderungen kaum noch nachgefragt wurden oder nicht mehr profitabel waren“, so Zillmann weiter. Vier mittelständische IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen mussten sogar zweistellige Umsatzeinbußen verkraften: Consileon, Seven Principles, team neusta und HyPlus.
Prognose für 2026 nach unten korrigiert
Die konjunkturellen Aussichten für das laufende Jahr 2026 und 2027 bleiben verhalten und das schwache Investitionsklima belastet auch die befragten mittelständischen IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen. Die durchschnittliche Umsatzprognose für 2026 liegt zwar bei 8,5 Prozent; gegenüber den Prognosen vom Jahresbeginn 2025 für das Jahr 2026 wurde dieser Wert jedoch nach unten korrigiert. „Viele IT-Dienstleister müssen sich in den kommenden Jahren auf eine schwächere Nachfrage einstellen und zugleich in neue Märkte investieren. Entscheidend wird sein, Portfolios und Delivery-Modelle konsequent an veränderte Kundenanforderungen und die neuen Möglichkeiten von KI anzupassen“, fasst Zillmann die strategischen Aufgaben vieler mittelständischer IT-Beratungen zusammen.
Bezug: Über die Lünendonk-Liste und die Lünendonk-Studie
Die neue Lünendonk-Liste 2026 „Führende mittelständische IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen in Deutschland“ steht ab sofort unter www.luenendonk.de zum kostenfreien Download bereit. Die Lünendonk-Liste ist Teil der Lünendonk-Studie „Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland“, für welche über 100 IT-Dienstleister und knapp 200 IT-Verantwortliche aus dem gehobenen Mittelstand sowie aus Großunternehmen und Konzernen befragt wurden. Als mittelständisches IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen definiert Lünendonk Unternehmen, die ihren Hauptsitz in Deutschland haben und einen Umsatz von bis zu 500 Millionen Euro aufweisen. Mindestens 60 Prozent des Umsatzes müssen mit IT- oder Managementberatung, Softwareentwicklung oder ‑einführung und Systemintegration erwirtschaftet werden. Darüber hinaus dürfen die IT-Beratungen, sofern sie einem Konzern angehören, nur maximal 25 Prozent ihres Umsatzes innerhalb des Konzerns erzielen.
Downloads
