Nach Jahren der Krise: Zeitarbeitsbranche rechnet mit Rückkehr zum Wachstum

PresseinformationPersonaldienstleistung
  • Marktvolumen sank im Jahr 2025 zum dritten Mal in Folge auf 30,6 Milliarden Euro
  • Schwache Konjunktur, Preisdruck und sinkende Bewerberqualität belasten weiterhin die Branche
  • Dienstleister erwarten indes für 2026 ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 6,7 Prozent
  • Neue Lünendonk-Studie ab sofort erhältlich

Mindelheim, 24. Juni 2026 Der deutsche Markt für Zeitarbeit steht weiterhin unter Druck. Bereits zum dritten Mal in Folge ist das Marktvolumen der Arbeitnehmerüberlassung in Deutschland gesunken: Im Jahr 2025 lag es nach Berechnungen von Lünendonk & Hossenfelder bei 30,6 Milliarden Euro – nach 31,9 Milliarden Euro im Vorjahr. Auch auf Unternehmensebene zeigt sich die angespannte Marktlage deutlich: 67 Prozent der befragten Personaldienstleister verzeichneten im Geschäftsjahr 2025 rückläufige Umsätze, die im Durchschnitt um 6,5 Prozent sanken. Dennoch blickt die Branche vorsichtig optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr: Für 2026 erwarten die befragten Unternehmen wieder ein durchschnittliches Wachstum von 6,7 Prozent. Das zeigen die Ergebnisse der neuen Lünendonk-Studie 2026 „Zeitarbeit in Deutschland“. Die Studie ist unter www.luenendonk.de erhältlich.

Vorsichtiger Optimismus trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Die Zeitarbeitsbranche bleibt durch das schwierige wirtschaftliche Umfeld erheblich belastet. Als größtes Erfolgshindernis nennen 77 Prozent der befragten Unternehmen die anhaltende konjunkturelle Schwäche. Dahinter folgen Preisdruck mit 36 Prozent sowie die sinkende Bewerberqualität mit 33 Prozent. Auch steigende Kosten, Bürokratie und der externe Fachkräftemangel erschweren die Geschäftsentwicklung. Dennoch rechnen die Personaldienstleister für 2026 wieder mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 6,7 Prozent, für 2027 sogar von 7,9 Prozent. Während die Studienteilnehmer in der Automobilindustrie und im Maschinenbau mit einer rückläufigen Nachfrage rechnen, erwarten sie neue Wachstumsimpulse aus Bereichen wie Rüstung/Defense, Luft- und Raumfahrt sowie Pharma und Life Sciences.

„Die Branche bleibt unter Druck, aber der Blick nach vorn hellt sich auf“, sagt Studienautor und Lünendonk-Geschäftsführer Jörg Hossenfelder. „Zeitarbeit bleibt für Unternehmen ein wichtiges Instrument, um flexibel auf Nachfrageveränderungen zu reagieren. Entscheidend wird sein, welche Anbieter sich stärker spezialisieren, digitale Prozesse ausbauen und neue Wachstumsfelder konsequent erschließen.“

KI wird zum Effizienztreiber

Künstliche Intelligenz hat in der Zeitarbeitsbranche deutlich an Bedeutung gewonnen. Laut Studie setzen bereits 63 Prozent der befragten Unternehmen KI regelmäßig ein. Weitere 35 Prozent experimentieren mit KI-Anwendungen und sammeln erste Erfahrungen, wobei kein Unternehmen den künftigen Einsatz von KI grundsätzlich ausschließt. 76 Prozent der KI-nutzenden Unternehmen setzen entsprechende Lösungen im Recruiting und Kandidatenmanagement ein. Weitere Einsatzfelder sind Verwaltung und Administration, Texterstellung und Kommunikation sowie Vertrieb und Marketing. „KI ist in der Zeitarbeit nicht länger ein Zukunftsthema, sondern im operativen Alltag vieler Unternehmen angekommen“, sagt Hossenfelder. „Gerade angesichts hoher Prozessvolumina, knapper Ressourcen und wachsender Anforderungen an Geschwindigkeit und Qualität kann KI ein wichtiger Effizienzhebel sein.“

Bezug

Die neue Lünendonk-Studie 2026 „Zeitarbeit in Deutschland“ ist ab sofort unter www.luenendonk.de erhältlich. Die detaillierte Marktanalyse basiert auf den Angaben von 85 Personaldienstleistern mit einem kumulierten Inlandsumsatz von 12,6 Milliarden Euro sowie auf zahlreichen Hintergrundgesprächen und kontinuierlicher Marktbeobachtung. Die Studienteilnehmer repräsentieren dabei mehr als 40 Prozent des Marktvolumens der Arbeitnehmerüberlassung in Deutschland.

Head of Operations

Theresa Drexel

Lünendonk & Hossenfelder
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