Lünendonk-Studie: Tax Technology 3.0 –  Steuerfunktion wird zum Business Enabler

PresseinformationAudit & Tax
  • E-Invoicing ist stärkster externer Treiber für den Umbau der Steuerfunktion
  • Die Steuerfunktion in Unternehmen wandelt sich zunehmend zum Business-Enabler
  • Tax Technology erfordert moderne Daten- und Systemarchitekturen
  • Lünendonk-Studie „Tax Technology 3.0“ verfügbar

Mindelheim, 19. Mai 2026 Viele Steuerfunktionen in deutschen Unternehmen wirken stabil: Fristen werden eingehalten, Prüfungen bestanden. Doch diese Stabilität verdeckt häufig den hohen manuellen Aufwand, der notwendig ist, um belastbare Ergebnisse sicherzustellen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Transparenz, Geschwindigkeit und Datenqualität. Damit rückt Tax Technology – also der Einsatz digitaler Lösungen zur Automatisierung steuerliche Prozesse – zunehmend in den Fokus. Tax Technology verspricht, Komplexität beherrschbar zu machen und die Steuerfunktion effizienter und transparenter zu gestalten. Doch die operative Praxis hinkt den technologischen Anforderungen hinterher.

Diese Ergebnisse basieren auf der Lünendonk-Studie 2026 „Tax Technology 3.0″ die deutlich zeigt, dass die Steuerfunktion vor einer grundlegenden Neuausrichtung steht. Die Studie entstand in Kooperation mit Ecovis, DCCS, Grant Thornton, KMLZ und WTS und steht unter www.luenendonk.de zum kostenfreien Download bereit.

E-Invoicing als wichtigster Treiber für die Steuerfunktion

Laut Studie kommt der stärkste externe Impuls für den technologischen Wandel von E-Invoicing. 87 Prozent der Befragten nennen es als wichtigsten Treiber für den Einsatz von Tax Technology – deutlich vor der globalen Mindeststeuer (57 %) und ESG (29 %). Dabei geht es nicht nur um neue technische Standards, sondern um grundlegende Veränderungen in Prozessen und Verantwortlichkeiten. Steuerliche Prüfungen müssen zunehmend in Echtzeit und direkt im Transaktionsprozess erfolgen. Viele Unternehmen behandeln E-Invoicing jedoch bislang vor allem als Compliance-Thema, ohne ihre Daten- und Systemlandschaften grundlegend anzupassen.

Steuerfunktion entwickelt sich zum strategischen Partner

Die Studie zeigt zudem, dass die Steuerfunktion ihre traditionelle, stark auf Compliance ausgerichtete Rolle zunehmend hinter sich lässt und deutlich früher in unternehmerische Entscheidungen eingebunden wird. Bereits 63 Prozent der Befragten sehen die Steuerfunktion an Investitionsentscheidungen beteiligt, 60 Prozent berichten von einer starken Einbindung ins operative Geschäft und auch bei Standort-, Lieferketten- und M&A-Entscheidungen übernimmt der Bereich zunehmend eine strategische Rolle. Steuerliche Expertise entwickelt sich damit vom reaktiven Compliance-Vollzug zur strategischen Orientierungs- und Steuerungsfunktion im Unternehmen. Voraussetzung dafür sind jedoch stärker automatisierte Prozesse sowie moderne Daten- und Systemarchitekturen.

Zur aktuellen Lünendonk-Studie

Für die Lünendonk-Studie „Tax Technology 3.0“ wurden im Zeitraum von September bis November 2025 insgesamt 84 Unternehmen aus kleinen und mittleren Unternehmen, Großunternehmen sowie Konzernen befragt und steht ab sofort unter www.luenendonk.de zur Verfügung. Sie richtet sich an Entscheidungsträger in Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften, an Mandanten sowie an technologieorientierte Beratungsunternehmen, die den Einsatz von KI verantwortungsvoll gestalten und die Transformation der Branche aktiv begleiten möchten.

Head of Operations

Theresa Drexel

Lünendonk & Hossenfelder
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