- Nach mehreren Krisenjahren in Folge sieht die Branche positiver in die Zukunft
- Anbieter erwarten für 2026 einen Anstieg von 5,2 Prozent
- Umsatzentwicklung im vierten Quartal 2025 stagnierte
- Neue Ausgabe des Konjunkturindex Zeitarbeit verfügbar
Mindelheim, 3. März 2026 — Nach zwei herausfordernden Geschäftsjahren 2024 und 2025 blickt die Zeitarbeitsbranche etwas optimistischer auf 2026. Für das laufende Geschäftsjahr prognostizieren die führenden Anbieter ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 5,2 Prozent. Bereits für das erste Quartal 2026 erwarten die Dienstleister ein Umsatzplus von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Damit könnte sich eine Trendwende abzeichnen, nachdem im vierten Quartal 2025 die Umsatzentwicklung noch weitgehend stagnierte.
Das sind Ergebnisse des aktuellen Konjunkturindex Zeitarbeit. Er wird vom Research- und Consulting-Unternehmen Lünendonk & Hossenfelder, das auf den Markt für Personaldienstleistungen spezialisiert ist, quartalsweise erhoben und unter www.luenendonk.de veröffentlicht.
Herausforderndes Marktumfeld prägte das Jahr 2025
Das Geschäftsjahr 2025 war für die Zeitarbeitsbranche von einem anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfeld geprägt. 82 Prozent der Dienstleister bewerten die konjunkturelle Lage als größte Herausforderung. Hinzu kommt eine schwache Auftragslage, die 51 Prozent der Anbieter als wesentliches Markthemmnis anführen. Im vierten Quartal 2025 stagnierte die Umsatzentwicklung entsprechend: Während kleine Dienstleister ein leichtes Plus von 0,7 Prozent erzielten, verzeichneten große Anbieter einen Rückgang von 1,8 Prozent.
Die Branche reagiert aktiv auf diese Rahmenbedingungen: 76 Prozent der Zeitarbeitsunternehmen haben ihre Vertriebsaktivitäten intensiviert. Gleichzeitig arbeiten 53 Prozent an der Senkung ihrer Kosten durch Prozessstandardisierung und Automatisierung. Zudem haben jeweils 41 Prozent der Unternehmen ihre internen Kapazitäten durch Einstellungsstopps oder Personalanpassungen reduziert oder ihr Leistungsportfolio über die klassische Arbeitnehmerüberlassung hinaus erweitert – etwa um Contracting, Personalvermittlung oder Managed Services .
Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk & Hossenfelder, erläutert: „Das Jahr 2025 war für die Zeitarbeitsbranche ein Jahr der Bewährung. Die Unternehmen haben aber nicht nur reagiert, sondern aktiv gegengesteuert – durch intensivere Vertriebsarbeit, Prozessoptimierung und die Erweiterung ihres Leistungsportfolios. Diese Maßnahmen zahlen sich aus: Für 2026 erwarten die Dienstleister erstmals seit Langem wieder ein spürbares Umsatzwachstum.“
Methodik und Bezug
Der Konjunkturindex Zeitarbeit zum vierten Quartal 2025 basiert auf Angaben von 52 Personaldienstleistern in Deutschland und ist Teil der seit Anfang 2023 erscheinenden Studienreihe. Die Studie entsteht in fachlicher Zusammenarbeit mit Randstad.
Die Ergebnisse aus der aktuellen sowie den vorherigen Befragungen stehen ab sofort kostenfrei unter www.luenendonk.de zur Ansicht bereit. Für vertiefende Informationen bietet Lünendonk eine Jahreslizenz für vier Ausgaben mit Segmentauswertungen nach Umsatzgröße, Kundenschwerpunkt und Qualifikationsniveau der Zeitarbeitskräfte zum Preis von 2.000 Euro zzgl. MwSt. an.

