Was passiert, wenn Künstliche Intelligenz nicht nur Routinearbeiten erledigt, sondern auch rechtlich belastbare Gutachten und Schriftsatzentwürfe erstellt – also direkt den Kern anwaltlicher Arbeit erreicht? Das Buch „Don KI-jote: Zwischen Prompts und Paragraphen kämpfen Organe der Rechts- und Steuerrechtspflege gegen KI-Windmühlen“ von Prof. Dr. Volker Römermann und Götz Kümmerle analysiert, wie agentische KI-Systeme den Kern rechtlicher Expertise herausfordert und warum die Rechtsberufe vor einer ihrer tiefgreifendsten Transformationen stehen.
Vom Routineassistenten zum juristischen Experten: Die KI-Revolution im Recht
Das Werk richtet den Blick auf die zentrale juristische Kernfrage, was geschieht, wenn Künstliche Intelligenz selbst das juristische Schlussverfahren beherrscht, und verbindet dabei fundierte Theorie mit praxisnahen Einblicken – von BRAO und Berufsrecht bis hin zu aktuellen Entwicklungen in agentischer KI. Als Mischung aus Essay, Streitschrift und Analyse beleuchtet es die existenziellen Herausforderungen für Rechtskultur, Berufsethik und das Selbstverständnis ganzer Professionen. Im Mittelpunkt steht dabei die drängende Frage, was vom traditionellen Rollenbild der Anwaltschaft bleibt, wenn KI in die juristische Kernzone der Subsumtion vordringt.
Das Buch richtet sich an den Berufsstand der Anwälte und Steuerberater, LegalTech-Praktiker, Regulierer, Richter, Wissenschaftler sowie alle, die die tiefgreifenden Veränderungen im Recht durch KI verstehen und einordnen möchten. Die Metapher „Don KI-jote“ zieht sich als roter Faden durch das Buch: Anwälte kämpfen gegen KI-Windmühlen, während die eigentlichen Verwandlungen längst begonnen haben.
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