- Die 25 führenden Anbieter wachsen um 6,3 Prozent
- Erstmals erzielen fünf Anbieter einen Umsatz von über einer Milliarde Euro
- Regulatorik für kritische Infrastrukturen sorgt indes für neue Wachstumsimpulse
- Neue Lünendonk-Liste der führenden Facility-Service-Unternehmen ab sofort verfügbar
Mindelheim, 8. Juni 2026 — Nach drei wachstumsstarken Jahren kehrt die Marktentwicklung für Facility Service in Deutschland wieder auf das Niveau der Jahre 2011 bis 2019 zurück. Die 25 größten Anbieter steigerten ihren Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um durchschnittlich 6,3 Prozent. Die Prognosen bleiben mit erwarteten jährlichen Wachstumsraten von 6,6 bis 7,0 Prozent bis 2030 moderat. Gründe hierfür sind die angespannte Konjunktur, die damit verbundene Investitionszurückhaltung bei Sonderprojekten sowie ein steigender Preisdruck in Vergabeverfahren. Neue Wachstumsimpulse erwarten die Dienstleister aus der verschärften Regulatorik für kritische Infrastrukturen und dem damit verbundenen Bedarf an professionellen und auf Resilienz zielenden Facility Services.
Dies sind erste Ergebnisse der neuen Lünendonk-Studie „Facility Service in Deutschland“, die im Juli 2026 erscheint. Die Lünendonk-Liste der führenden Facility-Service-Unternehmen in Deutschland steht ab sofort unter www.luenendonk.de kostenfrei zum Download bereit.
Das Ranking im Detail
Apleona überschreitet mit einem Umsatz von 3.233 Millionen Euro die Drei-Milliarden-Euro-Marke und festigt mit einem Wachstum von 8,1 Prozent ihre Marktführerschaft. Spie Germany Switzerland Austria verteidigt mit einem geschätzten Umsatz von 2.850 Millionen Euro (+7,5 %) Rang zwei. Lünendonk berücksichtigt hierbei ausschließlich Facility-Service-relevante Leistungen. Zum Wachstum trugen auch die Akquisitionen der Häuser PIK und Cyqueo bei.
Wisag Facility Service belegt mit einem Umsatz von 1.812 Millionen Euro (+4,8 %) Position drei und bleibt mit 37.600 Beschäftigten der größte Arbeitgeber der Branche. Auf Rang vier folgt Engie aus Köln, die einen leichten Umsatzrückgang von 0,4 Prozent auf 1.129,0 Millionen Euro verzeichnet. Piepenbrock steigert den Umsatz um 6,7 Prozent und überschreitet mit 1.033,8 Millionen Euro erstmals die Milliardengrenze. Damit erwirtschaften nun fünf statt der bisherigen vier Anbieter einen Umsatz von über einer Milliarde Euro.
Die sechstplatzierte Strabag Property and Facility Services nähert sich mit einem Wachstum von 3,0 Prozent auf 963 Millionen Euro ebenfalls der Milliardenmarke. Dicht dahinter folgt Dussmann auf Rang sieben mit einem Umsatz von 950 Millionen Euro (+4,3 %). International hat der Berliner Dienstleister mit Facility Services die Marke von drei Milliarden Euro überschritten. Die Compass Group aus Eschborn behauptet mit 881 Millionen Euro (+2,1 %) den achten Platz. ISS Facility Service konnte den Inlandsumsatz auf 804,3 Millionen Euro steigern (+4,1 %) und belegt Rang neun. Komplettiert werden die Top 10 von Kötter aus Essen. Der Dienstleister mit Schwerpunkt auf Sicherheitsdienstleistungen erzielte 2025 einen Umsatz von 770 Millionen Euro (+6,6 %).
Neuzugänge verändern das Verfolgerfeld
Klüh (626,1 Mio. Euro; +1,7 %) und Sodexo (536,1 Mio. Euro; -0,7 %) halten die Plätze elf und zwölf. Das stärkste Wachstum aller Top-25-Unternehmen verzeichnet CBRE mit 28,3 Prozent und klettert damit mit 481,7 Millionen Euro von Rang 15 auf 13. Neu im Ranking erscheint auf Position 14 Leadec mit einem Umsatz von 458 Millionen Euro. Der Stuttgarter Dienstleister erbringt Facility Services im industriellen Umfeld und erfüllt 2026 die Listenkriterien. Caverion fällt nach einem Umsatzrückgang von 3,1 Prozent auf 421,8 Millionen Euro auf Platz 15 zurück. Auch Vinci Energies verliert zwei Positionen und liegt mit 388,3 Millionen Euro (-1,2 %) nun auf Rang 16.
Als weiterer Neuzugang platziert sich die Zech Group mit gebäudenahen Serviceumsätzen von 384 Millionen Euro auf Position 17. Diese Platzierung führt zu Verschiebungen im Ranking, wodurch mehrere Unternehmen trotz starker Wachstumsergebnisse im Ranking zurückfallen. So rutscht Sauter FM, trotz eines Umsatzplus‘ von 17,3 Prozent auf 375,8 Millionen Euro, auf Rang 18. Stölting belegt mit einem Wachstum von 8,3 Prozent (346,6 Mio. Euro) nun Position 19, während Götz mit 336,5 Millionen Euro (+2,6 %) von Rang 16 auf Position 20 rückt. Gleiches gilt für Goldbeck auf Position 21 (Vorjahr: 20) mit einem Umsatzwachstum von 24,0 Prozent auf 326,6 Millionen Euro. Neben dem organischen Wachstum zahlte die Übernahme der Weiser GmbH Brandschutz & Technik auf die Unternehmensentwicklung des Dienstleisters aus Bielefeld ein.
Ebenfalls neu im Ranking ist B&O Service auf Position 22 (305,0 Mio. Euro), die bisher als Branchenspezialist separat geführt wurde. Ihre Aufnahme in das Ranking führt zu weiteren Verschiebungen am Ende der Liste: So fällt Dr. Sasse trotz eines Wachstums von 11,5 Prozent auf 300,0 Millionen Euro um vier Plätze auf Rang 23 zurück. Auch Geiger FM aus Dietmannsried verliert drei Ränge und belegt mit einem Umsatz von 262,8 Millionen Euro (+3,2 %) nun Platz 24. Das Ranking wird von Dorfner komplettiert, die ihre Umsätze um 5,6 Prozent auf 241,6 Millionen Euro steigerten.
Vom Dienstleister zum strategischen Partner
Zunehmende regulatorische Rahmenbedingungen prägen die Bewirtschaftung von Immobilien in Deutschland. Zuletzt hat der Gesetzgeber das KRITIS-Dachgesetz verabschiedet, das die Anforderungen an den Schutz und die Resilienz kritischer Infrastrukturen deutlich erhöht. Die führenden Dienstleister erwarten im Zuge der steigenden Anforderungen eine erhöhte Nachfrage nach professionellen Facility Services. Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter bei Lünendonk, kommentiert: „Die Facility-Service-Branche durchläuft einen strategischen Wandel. Nachdem die Anbieter sich bereits im Zuge der Nachhaltigkeits-Regulatorik erfolgreich als Transformationspartner der deutschen Wirtschaft positioniert haben, nehmen sie nun auch die Rolle des Resilienzpartners ein. Das neue KRITIS-Dachgesetz ist hierfür ein wesentlicher Treiber. Dieses stärkt nicht nur die Nachfrage nach professionellen Dienstleistungen, sondern fördert auch das Selbstbewusstsein der Branche, die sich von einem reinen Dienstleister zu einem strategischen Partner auf Augenhöhe entwickelt.“
Bezug
Die neue Lünendonk-Liste „Führende Facility-Service-Unternehmen in Deutschland“ steht ab sofort zum kostenfreien Download unter www.luenendonk.de bereit. Die umfassende Lünendonk-Studie über den Markt und die führenden Unternehmen erscheint im Juli 2026 und enthält zahlreiche Langzeit- sowie Segmentauswertungen. Die detaillierte Studie basiert auf den Angaben von 76 Unternehmen und kann zum Preis von 2.500 Euro (zzgl. MwSt.) unter www.luenendonk.de vorbestellt werden.
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