M&A-Aktivitäten im Industrieservice weiter auf hohem Niveau

13.09.2019 – Mindelheim

Der deutsche Industrieservice profitiert nach mehreren Jahren mit geringem Wachstum derzeit von vielen gleichzeitig stattfindenden Anlagenrevisionen/Turnarounds. Gleichzeitig ist der Markt fragmentiert und von vielen kleineren Unternehmen gekennzeichnet. Marktteilnehmer betonen immer wieder die Notwendigkeit von kleinen und schnellen Dienstleistern, die bei Bedarf kurzfristig beim Kunden im Werk sein können.

Dennoch ist seit mehreren Jahren eine Konsolidierung im Gange, die von einer großen Anzahl an Zu- und Verkäufen geprägt ist. So ist in den letzten Jahren etwa die Robur Group entstanden, die aktuell aus 17 Einzelunternehmen besteht. Auch die Weber Gruppe und Remondis Maintenance und Service haben zugekauft.

Beinahe schon traditionell spielen Finanzinvestoren im Markt eine große Rolle: Voith hat seine Tochter Industrial Services an das Private Equity Unternehmen Triton Partners verkauft (jetzt Leadec). Die Anteilseigner des Standortbetreibers Currenta, Bayer und Lanxess haben ihre Anteile im August 2019 für 3,5 Milliarden Euro an die australische Bank Macquarie veräußert. Mira hält indessen an den Currenta-Anteilen für mindestens drei weitere Jahre fest. Odewald war zeitweise Mehrheitseigner von Scholpp und Ebert Hera, bevor im ersten Halbjahr die Anteile sowohl an die Familie Ebert als auch die Unternehmensgruppe Theo Müller veräußert wurden.

Dabei sind die M&A-Aktivitäten keineswegs immer verkäufergetrieben (wie beispielsweise bei Voith und Currenta), sondern auch die Nachfrage nach Unternehmen, die zum Verkauf stehen, ist weiter hoch. Mehrere Unternehmen befinden sich derzeit auf der Suche nach strategischen Ergänzungen.

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Thomas Ball

Facility Management & Instandhaltung, Zeitarbeit
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