Industrieservice-Unternehmen profitieren von anstehenden Turnarounds – aber es fehlt an Personal

19.08.2019 – Mindelheim

  • Umsatzsteigerung der Dienstleister erreicht mit 5,2 Prozent höchstes Niveau seit 2012

  • Prognosen für 2020: mehr als 11 Prozent Umsatzzuwachs

  • Personalmangel ist das bestimmende Thema im Markt und zugleich Wachstumshindernis

  • Studienteilnehmer repräsentieren 24 Prozent des Marktvolumens in Deutschland

  • Lünendonk®-Studie 2019 ab sofort verfügbar

Die Industrieservice-Branche (IS) in Deutschland blickt positiv in die Zukunft. Die 36 vom Marktforschungs­unternehmen Lünendonk & Hossenfelder, Mindelheim, innerhalb der neuen Marktstudie „Führende Industrieservice-Unternehmen in Deutschland“ analysierten Dienstleister konnten ihre Umsätze im Jahr 2018 um 5,2 Prozent steigern – das höchste Wachstum seit 2012. Die Prognosen der Unternehmen gehen für 2020 sogar von über 11 Prozent Umsatzzuwachs aus. Diese Steigerung wird anders als in den Vorjahren von der Marktspitze getrieben. Die 20 führenden Unternehmen der bereits seit Juli 2019 verfügbaren Lünendonk®-Liste wuchsen mit 7,3 Prozent deutlich stärker als das gesamte Teilnehmerfeld.

Die IS-Dienstleister profitieren von den vor allem in der Prozessindustrie anstehenden Turnarounds. Zur Umsetzung der Aufträge benötigen die Industrieservice-Anbieter jedoch qualifiziertes Personal. Daher ist der Fachkräftemangel eins der derzeit größten Wachstumshindernisse im Markt. Das Gewinnen und Binden von Personal wird zum Wettbewerbsfaktor. Das sind Kernergebnisse der Lünendonk®-Studie „Industrieservice-Unternehmen in Deutschland“, die 2019 zum nunmehr elften Mal erschienen und ab sofort unter www.luenendonk.de erhältlich ist.

 Turnarounds treiben Umsätze

Der mittlere Umsatz der 20 führenden Dienstleister ist 2018 um 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. In den letzten Jahren lag er häufig unter zwei Prozent. Mit diesem Wert liegen die Unternehmen der Lünendonk®-Liste noch vor dem gesamten Teilnehmerfeld der Studie, welches um 5,2 Prozent zulegen konnte.

Besonders die Ausgaben der Prozessindustrie für Industrieservices sind 2018 deutlich gegenüber den Vorjahren gestiegen. Je nach Produktion werden alle fünf bis sieben Jahre komplette Anlagen heruntergefahren und umfassend instandgehalten. Dieser Zyklus erreicht momentan wieder eine Hochphase.

„Auftraggeber nutzen die derzeitige Konjunkturabkühlung und damit eine nachlassende Auslastung ihrer Anlagen zur Durchführung dieser größeren Instandhaltungsmaßnahmen, was zu einer wachsenden Nachfrage bei den Dienstleistern führt“, erläutert Thomas Ball, Senior Consultant bei Lünendonk und Autor der Studie.

Personalgewinnung als Wettbewerbsfaktor

Doch die Durchführung von Industriedienstleistungen erfordert technisch qualifiziertes Fachpersonal – vom Facharbeiter bis zum Ingenieur. Im Personalmangel sehen die Dienstleister das momentan schwerwiegendste Hindernis für ihre Unternehmensentwicklung.

Nicht nur aufgrund der natürlichen Fluktuation besteht ein hoher Personalbedarf. Die demografische Entwicklung und die baldige Verrentung der Babyboomer tragen ebenfalls dazu bei, dass sich Mitarbeiter mehr und mehr vom Kostenfaktor zum Wettbewerbsvorteil entwickeln.

Thomas Ball prognostiziert: „Die Digitalisierung durch Fernanleitung von Servicepersonal oder eine stärker zustandsorientierte Wartung (Predictive Maintenance) wird den Personalmangel abmildern, aber nicht kompensieren können. Personal zu finden und an das Unternehmen zu binden wird als Wettbewerbsfaktor zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen.“

 Inhalt der Studie

Die elfte Auflage der Lünendonk®-Studie zum Industrieservice-Markt in Deutschland enthält wesentliche Marktstrukturdaten zu Umsatz- und Mitarbeiterentwicklungen, Langzeitanalysen, Leistungsspektren, Kundensektoren, Pro-Kopf-Umsätzen und zur EBIT-Lage. Diese werden ergänzt durch die Einschätzungen der führenden Anbieter zu aktuellen Themen und Trends. In einem Sonderkapitel befasst sich die Studie mit Maßnahmen gegen den Personalmangel auf dem Industrieservice-Markt. Bezogen auf das von TME Associates ermittelte Marktvolumen von 30 Milliarden Euro generieren die 36 Studienteilnehmer 7,2 Milliarden Euro in Deutschland oder 24 Prozent des gesamten Marktvolumens.

 Studienbezug

Der aktuellen Lünendonk®-Studie liegen Zahlen, Daten und Fakten von 36 in Deutschland tätigen Industrieservice-Unternehmen zugrunde – darunter die 20 führenden. Sie ist ab sofort als PDF-Datei zum Preis von 2.000, – Euro (exklusive Mehrwertsteuer, inklusive Versand) unter www.luenendonk.de erhältlich.

Aktuelles

Lünendonk-Studie 2019: Industrieservice-Unternehmen in Deutschland
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