Die drei führenden Zeitarbeitsunternehmen verzeichnen weiteren Umsatzrückgang

11.09.2019 – Mindelheim

Überall ist es zu lesen: Die deutsche Wirtschaft flacht ab. Das spüren Zeitarbeitsunternehmen meist zuerst. Während die Branche im Geschäftsjahr 2018 wegen des stärkeren Jahresbeginns noch auf Vorjahresniveau abschloss, wird der von der Branche im Geschäftsjahr 2019 erwirtschaftete Umsatz unterhalb der Jahre 2017 und 2018 liegen.

Die Lünendonk®-Liste der 25 führenden Zeitarbeits- und Personaldienstleistungs-Unternehmen in Deutschland zeigt die Umsätze 2018 im Vergleich zum Vorjahr. Während Randstad seinen Umsatz noch um 2,1 Prozent steigern konnte, mussten Adecco und Manpower bereits Umsatzrückgänge hinnehmen (-4,9 % bzw. -8,0 %).

2019 sind die Zeitarbeitsunternehmen stärker von der schwächelnden Konjunktur betroffen. Die von den Unternehmen gemeldeten Zahlen zum zweiten Quartal fallen stark ab. Auch hier hat Manpower wieder mit -30 Prozent gegenüber Q2 2018 den größten Verlust zu vermelden. Adecco verliert 18 Prozent, Marktführer Randstad 15 Prozent.

Die starken Umsatzrückgänge führen die Unternehmen laut Pressemitteilungen in erster Linie auf die Marktabschwächung zurück. Insbesondere die schwache Automobilindustrie hat durch den Handelskrieg und eine geringere Nachfrage Auftragsrückgänge zu verzeichnen. Auch Automobilzulieferer, von denen ein Großteil mittelständische Unternehmen und somit wichtiger Arbeitgeber in Deutschland sind, geraten stärker unter Druck. Stellen werden abgebaut, wovon zuallererst Zeitarbeitnehmer betroffen sind. Doch auch mit anhaltenden Auswirkungen der regulatorischen Änderungen haben Personaldienstleister zu kämpfen.

Obwohl sich die aktuelle Lage laut ifo-Institut im August leicht verbessert hat, seien viele Indikatoren noch auf Schrumpfung ausgerichtet.

Q2/2019: Umsatzrückgänge bei Top 3 der Lünendonk-Liste
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Thomas Ball

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