Zeitarbeitsverbände diskutieren Zusammenschluss

01.06.2022 – Mindelheim

Die Mitglieder des Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. (iGZ) beschließen mit absoluter Mehrheit, Verhandlungen mit dem Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) über eine gemeinsame Verbandsneugründung aufzunehmen. Mit nur fünf Gegenstimmen und drei Enthaltungen haben die Unternehmen bei der Mitgliederversammlung am 24. Mai 2022 votiert. Auch die BAP-Mitgliederversammlung stimmte am 1. Juni 2022 dem entsprechenden Antrag auf eine mögliche Neuaufstellung der Interessenvertretung für die Personaldienstleistungsbranche einstimmig zu.

Zwei große Verbände der Zeitarbeit

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Die Zeitarbeit hat mit iGZ und BAP zwei Arbeitgeberverbände. Der iGZ wurde1998 in Münster gegründet, während der BAP entstand 2011 aus einem Zusammenschluss der Verbände BZA und AMP. Eine Fusion wird bereits länger diskutiert, jedoch entschieden sich die iGZ-Mitglieder 2013 gegen einen Zusammenschluss, während die Mitglieder des BAP damals mehrheitlich dafür stimmten. In den letzten Jahren haben sich die beiden Verbände immer mehr angenähert und traten in Teilen geschlossen auf. Unter anderem verhandelten sie gemeinsam Tarife aus.

Weiterer Verlauf bei positiver Abstimmung

Nachdem die iGZ-Mitglieder diesmal mehrheitlich für eine gemeinschaftliche Neugründung abgestimmt haben, folgte nun am 1. Juni noch das positive Votum des BAP. Als nächster Schritt dürften jetzt erste Gespräche in großer Runde mit den beiden Präsidien geführt werden, um die beste Struktur für die Zeitarbeitsbranche zu finden.

Sollte eine gemeinsame Linie gefunden werden, wird diese in einem Koalitionsvertrag niedergeschrieben. Die Inhalte werden dann auf einer Mitgliederversammlung vorgestellt und die Unternehmen entscheiden endgültig über die Neugründung.

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Thomas Ball

Facility Management & Instandhaltung, Zeitarbeit
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