Die digitale Kluft oder der lange Marsch zur Online-Instanz

Public IT Strategy

Data storage archive concept
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Hans-Werner Feick Geschäftsführer und Partner kobaltblau Management Consultants GmbH

Hans-Werner Feick

Geschäftsführer und Partner,
Kobaltblau Management Consultants GmbH
Peter Will Senior Manager Kobaltblau Management Consultants GmbH

Peter Will

Senior Manager,
Kobaltblau Management Consultants GmbH

Das Corona-Virus hat ökonomische Gewissheiten und soziale Selbstverständlichkeiten über den Haufen geworfen. Von der Globalisierung ging es schnurstracks ins »New Work Cocooning« und Kurzarbeit ersetzte die Klimakrise. Und: Corona machte klar, dass ohne digitale Kommunikation und Kundenkanäle jedes Geschäftsmodell auf tönernen Füßen steht. Was für die Privatwirtschaft in Sachen Kundenzugang gilt, ist in der öffentlichen Verwaltung mindestens ebenso relevant. Kaum eine »Branche« verzeichnet so viele »Kunden«-Kontakte wie kommunale Einrichtungen, Landesverwaltungen oder Institutionen des Bundes. Und man kann nicht behaupten, dass diese sich bisher als Vorreiter der Digitalisierung hervorgetan hätten. Vielerorts erschöpft sich die digitale Revolution in der Möglichkeit, online einen (Präsenz-)Termin zu vereinbaren. Woran aber liegt es, dass deutsche Behörden immer noch so offline sind? Antworten hierzu liefert eine aktuelle Studie von Kobaltblau.

Strategie gefragt

Mehr als 90 Prozent der relevanten Führungskräfte und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst geben zu: Ihre Institution hat keine final abgestimmte Digitalstrategie. Gut 80 Prozent arbeiten an einer solchen. Für drei Viertel der Befragten ist die Digitalisierung der Verwaltungsprozesse Chefsache. Jedoch haben mehr als zwei Drittel der Organisationen keine entsprechende Rolle auf Führungsebene etabliert – obwohl 75 Prozent diese als wichtig ansehen. Nahezu alle Befragten (99 Prozent) bestätigen, dass es junge Mitarbeiter sind, die als Katalysatoren für die digitale Entwicklung wirken, allerdings stammen bisher lediglich 25 Prozent der eingebrachten Ideen für Innovationen von Mitarbeitern aus der Altersgruppe 18 bis 34 Jahre. Gleichzeitig sagen satte 80 Prozent, dass sie Schwierigkeiten haben, junge Mitarbeiter zu gewinnen, und 54 Prozent sehen die aktuelle Altersstruktur negativ mit Blick auf die Digitalisierung. Soweit die Bestandsaufnahme unter rund 140 Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen sowie Eigenbetrieben.

Dieses bescheidene Eigenbild gewinnt an Dramatik, wenn man darauf blickt, was sich der Bürger, der täglich online shoppt, wünscht. Laut einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbandes Bitkom1 findet mehr als die Hälfte der Bundesbürger ihren eigenen Wohnort nicht digital genug. Gleichzeitig scheint es ausSicht des Bürgers weniger am Können als am Wollen zu hapern: Zwei von drei Deutschen (66 Prozent) trauen ihrer Stadtverwaltung einen kompetenten Umgang mit Digitalthemen durchaus zu, und noch mehr (69 Prozent) fordern ihre Stadtverwaltung auf, die Digitalisierung mit Nachdruck zu verfolgen.

1 Repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Personen ab 18 Jahren in Deutschland; Berlin, Oktober 2019.

Mehr als 90 Prozent der relevanten Führungskräfte und Mitarbeitenden im Öffentlichen Dienst geben an, aktuell keine final abgestimmte Digitalstrategie zu haben; der dringende Handlungsbedarf wurde jedoch erkannt; (n = 136)
Mehr als 90 Prozent der relevanten Führungskräfte und Mitarbeitenden im Öffentlichen Dienst geben an, aktuell keine final abgestimmte Digitalstrategie zu haben; der dringende Handlungsbedarf wurde jedoch erkannt; (n = 136)
Quelle: Kobaltblau

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