Reale Umsatzentwicklung weit unter Prognosen vom Vorjahr

25.06.2020 – Mindelheim

In der Lünendonk®-Studie Zeitarbeit 2019 nannten die Unternehmen die steigende Regulatorik mit Höchstüberlassungsdauer und Equal Pay als größtes Hindernis für den Unternehmenserfolg. Fast genauso oft nannten die Teilnehmer den Personalmangel. Dennoch erwarteten die damaligen Top 25 der Lünendonk®-Liste für das Geschäftsjahr 2019 ein Umsatzplus von 1,2 Prozent. Aus dem leichten Wachstum wurde nun ein Umsatzverlust von 8,2 Prozent.

Gründe für den Umsatzrückgang

Was sind die Gründe für eine so unterschiedliche reale Entwicklung?

Die Lünendonk®-Studie 2020 zeigt bei Analyse der unterschiedlichen Auswertungsgruppen, dass der Umsatzrückgang unter anderem auf eine sinkende Nachfrage nach Helfern und die gestiegenen regulatorischen Anforderungen zurückzuführen ist.

Die schwächere Konjunktur hinterließ bereits im Juni 2019 Spuren auf dem Arbeitsmarkt. Insbesondere die für die Zeitarbeit so wichtige Industrie verzeichnete sinkende Aufträge. Außerdem kamen die Effekte der AÜG-Reform erstmals vollständig zum Tragen. Unternehmen mit mehrheitlich qualifiziertem Personal verzeichneten mit -7,9 Prozent einen geringeren Umsatzverlust als Unternehmen mit mehrheitlich gering qualifizierten Zeitarbeitnehmern (-11,2 %). Das ist auf die größere Nachfrage nach qualifiziertem Personal zurückzuführen. Viele potenzielle Aufträge wurden mangels Fachkräften nicht realisiert. Alten- und Krankenpfleger, Ingenieure und IT-Fachkräfte waren besonders gefragt.

Unternehmen mit mehrheitlich qualifiziertem Personal verzeichnen geringeren Umsatzrückgang als Vergleichsgruppen

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Thomas Ball

Facility Management & Instandhaltung, Zeitarbeit
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