Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland: Fachkräftemangel führt zu mehr Nachfrage nach Personalvermittlung

06.10.2021 – Mindelheim

  • Personalvermittlung wird bei Zeitarbeitsunternehmen stärker nachgefragt

  • Umsatzanteil bei Zeitarbeitsunternehmen durchschnittlich 4,4 Prozent

  • Lünendonk-Studie Zeitarbeit verfügbar

  • Lünendonk veröffentlicht noch in 2021 eine Studie zum Marktvolumen für Personalvermittlung in Deutschland

Personalvermittlung wird für immer mehr Zeitarbeitsunternehmen ein wichtiges zweites Geschäftsmodell. Rund 90 Prozent der von Lünendonk analysierten führenden Anbieter von Arbeitnehmerüberlassung in Deutschland vermitteln gegen Honorar Personal in eine Festanstellung. Der Anteil am Umsatz der Dienstleister beträgt inzwischen durchschnittlich 4,4 Prozent und ist damit nach Arbeitnehmerüberlassung die zweitwichtigste Umsatzquelle.

Das sind Ergebnisse der Lünendonk-Studie 2021 „Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland“, die unter www.luenendonk.de zum Download bereit steht.

Bürokräfte und Industriefacharbeiter besonders gefragt

Innerhalb des Umsatzes mit Personalvermittlung entfallen durchschnittlich 32 Prozent auf eine dauerhafte Überlassung an den Entleihbetrieb (Temp-to-Perm). Hierbei sind nur diejenigen Überlassungen einbezogen, für die ein Vermittlungshonorar gezahlt wurde.

Personalvermittlungen werden von Auftraggebern besonders für Büroservices nachgefragt. Sie generieren im Durchschnitt rund ein Drittel des gesamten Personalvermittlungsumsatzes der Zeitarbeitsunternehmen. Bei den zehn führenden Dienstleistern liegt der Anteil von Büroservices noch höher. Die Vermittlung von Industrie-Facharbeitskräften generiert noch rund 20 Prozent des Personalvermittlungsumsatzes.

Die Nachfrage und der Umsatz sowohl mit Temp-to-Perm als auch mit reiner Personalvermittlung sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen. Die analysierten Zeitarbeitsunternehmen sehen hierin eine Reaktion auf den Fachkräftemangel, der bis einschließlich 2019 zu einem hohen Rekrutierungsdruck bei Auftraggebern von Zeitarbeitsunternehmen führte.

Studienautorin Lena Krumm kommentiert: „Trotz der seit 2018 nachlassenden allgemeinen Konjunktur in der Zeitarbeit ist die Nachfrage nach qualifizierten Kräften hoch. Sowohl die stabile Nachfrage nach Personalvermittlung als auch die Investitionen der Dienstleister in die Qualifizierung von Zeitarbeitnehmenden als Geschäftsmodell zeigen, dass Personaldienstleistungen konjunkturunabhängig einen wesentlichen Beitrag für den Wirtschaftsstandort Deutschland leisten.“

Thomas Ball, Partner bei Lünendonk merkt an: „Insgesamt ist der Markt für Personalvermittlung in Deutschland intransparent. Belastbare Zahlen sind für Segmente wie Executive Search und spezialisierte Personalvermittlungen verfügbar, jedoch auch hier nur in Ausschnitten. Lünendonk wird hierzu noch im Jahr 2021 eine separate Studie veröffentlichen.“

Informationen zu Studie und Bezug

In die 21. jährliche Auflage der Lünendonk-Studie „Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland“ wurden 83 Personaldienstleistungsunternehmen einbezogen. Diese erwirtschafteten 2020 33,8 Prozent des von Lünendonk berechneten Marktvolumens für Arbeitnehmerüberlassung in Höhe von 27,2 Milliarden Euro. Die von Bullhorn, DB Zeitarbeit, Meteor, Orizon und Randstad unterstützte Studie bietet damit einen umfassenden Überblick über die Struktur des deutschen Zeitarbeitsmarktes. Sie umfasst 295 Seiten, enthält zahlreiche Langzeitauswertungen, Detailanalysen sowie Interpretationen und ist ab sofort zum Preis von 2.000 Euro zzgl. MwSt. unter www.luenendonk.de als PDF-Datei verfügbar.

Lünendonk wird zudem in diesem Jahr noch eine Studie zum Marktvolumen für Personalvermittlung in Deutschland veröffentlichen. Interessierte können sich per E-Mail an [email protected] direkt über das Erscheinen informieren lassen.

Zeitarbeitsunternehmen erwarten zusätzliche Vermittlungsaufträge in fast allen Tätigkeitsbereichen

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