Corona wirkt als Katalysator für IT-Projekte und digitale Zukunftsinvestitionen

15.09.2021 – Mindelheim

Das Jahr 2020 hatte für die Mehrheit der IT-Dienstleister mit gut gefüllten Auftragsbüchern zunächst sehr positiv begonnen – ab März 2020 änderte sich mit Ausbruch der Corona-Pandemie die Situation. Plötzlich mussten sich die Unternehmen mit den Herausforderungen des Lockdowns, dem Schutz der Mitarbeitenden, Kurzarbeit sowie der Verlagerung von Arbeitsplätzen in das Homeoffice beschäftigen. Gleichzeitig haben einige Auftraggeber geplante oder bereits in Umsetzung befindliche Digital- und IT-Projekte gestoppt – andere Unternehmen haben wiederum IT-Projekte höher priorisiert, beispielsweise um den Wegfall physischer Absatzkanäle durch digitale Plattformen zu kompensieren. Wie nun  die aktuell veröffentlichte und kostenlos verfügbare Lünendonk®-Studie „Der Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland“ zeigt, entwickelte sich die Mehrheit der führenden IT-Dienstleister besser als erwartet. Im Durchschnitt legten die IT-Dienstleister um 4,9 Prozent an Umsatz zu. IT hatte plötzlich Top-Management-Attention, da sie mehr denn je für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs ausschlaggebend war.

Softwareentwicklung, IT-Umbau, Cyber Security sowie datenbasierte Geschäftsmodelle stehen im Fokus der Kunden

Corona war in vielen Anwenderunternehmen ein Katalysator für Transformationsprojekte und digitale Zukunftsinvestitionen. Softwareentwicklungsprojekte haben 2020 enorm angezogen – vor allem Cloud-native sowie der Betrieb von Anwendungen in der Cloud. Auch für 2021 und 2022 sind höhere IT-Budgets geplant. Im Fokus der Investitionen stehen vor allem Digital-Workplace-Lösungen (72 Prozent der befragten Anwenderunternehmen planen hier zu investieren), die Customer Experience (59 %) sowie der Auf- oder Ausbau digitaler Absatzkanäle (47 %). Mit zunehmender Digitalisierung rückt auch das Thema Cyber Security immer mehr in den Mittelpunkt. Der Schutz vor Hackerangriffen ist eine notwendige Maßnahme vor Datendiebstahl und Know-how-Verlust, aber auch ein Enabler für die Akzeptanz digitaler Geschäftsmodelle seitens der Endverbraucher sowie für deren Sicherheit bei der Nutzung digitaler Technologien. 79 Prozent der Anwenderunternehmen planen daher für 2021/22 einen Schwerpunkt auf IT Security.

Fachkräftemangel trübt optimistischen Ausblick der Branche

Fakt ist: In den kommenden Jahren werden IT-Dienstleister noch wichtiger für die Wertschöpfung ihrer Kunden. So gehen 44 Prozent der befragten IT-Entscheider und -Entscheiderinnen davon aus, dass in Zukunft aufgrund des digitalen Fortschritts noch stärker als bisher mit IT-Dienstleistern zusammengearbeitet wird. 59 Prozent bevorzugen künftig Full-Service-Provider mit einem breiten Leistungsportfolio. Die Aussichten für den IT-Dienstleistungsmarkt könnten nach dem Krisenjahr 2020 also kaum besser sein. 2021 und 2022 werden viele der 2020 gestoppten und verschobenen Digital- und IT-Projekte nachgeholt, was für weiteren Schwung am IT-Markt sorgen kann. Einen Schatten auf die guten Aussichten wirft jedoch der weiterhin angespannte IT-Arbeitsmarkt, denn in vielen Feldern wie Cyber Security, Künstliche Intelligenz, Data Analytics oder Cloud fehlen dringend benötigte Spezialisten.

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