01.07.2010

ERHOLUNG IM ICT-MARKT SCHWÄCHT SICH AB – STATT LEICHTEN WACHSTUMS STAGNATION ZU ERWARTEN

Kaufbeuren, Juli 2010. – Die Lünendonk GmbH und cbc market intelligence haben zum Ende Juni die gemeinsam entwickelten aktuellen Prognosen zur Entwicklung der ICT-Märkte (Informations- und Telekommunikationstechnik) in Deutschland, Österreich und der Schweiz von 2009 bis 2015 veröffentlicht.

Thomas Lünendonk erläutert: „Es ist zurzeit sicher ein schwieriges Unterfangen für Marktforscher, belastbare Prognosen zu erarbeiten. Weder Opportunismus noch Zweckoptimismus helfen weiter, nur nüchterne Anerkennung der Realität.“ Aber wie stellt sich die Realität dar? Die Lage war bisher besser als erwartet, die Zukunftserwartungen in Wirtschaft und Finanzwesen hingegen sind akut schwer beschädigt.

Die Zeichen für eine konjunkturelle Erholung des ICT-Marktes sahen im ersten Halbjahr 2010 zwar nicht rosig, aber auch nicht schlecht aus. Die Bankenkrise galt als halbwegs behoben, der Arbeitsmarkt zeigte sich stabil, die Steuereinnahmen stiegen über die Erwartungen, die regierende Koalition hatte eine stabile Mehrheit und alle Analysten prophezeiten ein erfolgreiches Jahr 2010. Dann platzte die Griechenland-Bombe.

Ereignisse folgten Schlag auf Schlag: riesiges Rettungspaket für den attackierten Euro, Kursrückgang gegenüber dem Dollar, drastische Erhöhung der Staatsverschuldung, schnell gestrickte Sparpakete, Kürzung der Staatsausgaben, Aussetzen von Steuererleichterungen, Zwist in den Reihen der Regierungskoalition, Rücktritt Horst Köhlers und unklare Folgen der NRW-Wahl sowie Stillstand bei der Gesundheitsreform. Das politische Umfeld ist in nahezu nie gekannter gleichzeitiger Bewegung auf unterschiedlichsten Feldern.

Der schwächelnde Euro hilft zwar der Exportwirtschaft, die fragile Erholung des ersten Halbjahrs 2010 ist jedoch bedroht durch wirtschaftliche Unsicherheit, gepaart mit mangelndem Konsens über eine adäquate und nachhaltige Finanzpolitik. Stützende Konjunkturprogramme für den Binnenmarkt sind aktuell nicht zu erwarten. Die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse wirkt zusätzlich auf die Kreditklemme.

Vor diesem Hintergrund erwartet Thomas Lünendonk, Marktforscher, ICT-Branchenkenner und Experte in Sachen Wettbewerb aus Kaufbeuren, für die ICT-Märkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz in 2010 ein Nullwachstum bedingt durch weitere Zurückhaltung bei den Ersatzinvestitionen, rückläufiger Realeinkommen der privaten Haushalte und Fehlen echter Innovationen.

Nullwachstum im Gesamtmarkt bedeutet nicht, dass alle Produkte und Dienstleistungen gleichermaßen leiden. In rückläufigen Märkten gibt es immer wieder Anbieter mit signifikanten Zuwachsraten, manche Produkte und Branchen wachsen eben schneller als andere.

Positives Wachstum bei der Hardware wird überwiegend getrieben durch mobile Systeme und die Notwendigkeit, diese netzwerkfähig zu machen. Ebenfalls positive Impulse kommen von netzwerkfähigen Speichersystemen.

Wachstumstreiber bei der Software sind Content Management, Collaboration und Business Intelligence. Systemnahe Software folgt den Hardware-Trends, bei den Anwendungen weisen CRM-Programme das stärkste Wachstum auf, ERP-Systeme wachsen nur mit gebremstem Schaum.

Insbesondere in schlechten Zeiten findet eine Verlagerung von Hardware und Software hin zu Services statt. So ist es kein Wunder, dass Outsourcing sowohl vom Umsatz als auch vom Wachstum her die Rangliste bei den Dienstleistungen anführt. Software as a Service wächst weiterhin zweistellig, allerdings auf einem vom Umsatz her gesehen immer noch sehr niedrigen Niveau. Viel versprechend sind auch Wartungsdienste zur Verbesserung des Einsatzgrades und der Ausfallsicherheit von Systemen.

Die aktuelle Marktprognose 2010 ist ein erstes Resultat aus der neuen Kooperation der Lünendonk GmbH mit cbc market intelligence. Die Prognose ist nicht nur für Deutschland, sondern auch für Österreich und die Schweiz erhältlich. Harald Brand, Inhaber von cbc, hat ein Marketing-Tool entwickelt, das auf Basis größtmöglicher Granularität Antworten auf fast alle Fragen von Führungskräften und Verantwortlichen in Marketing und Vertrieb punktgenau liefern kann. Die cbc-Marktdatenbank erlaubt die gezielte Auswahl und Ansprache relevanter Kundenpotenziale und kann weitestgehend auf individuelle Kundenbedürfnisse zugeschnitten werden. Die Marktdatenbank enthält neben der klassischen Umsatzanalyse auch Stückverkäufe, installierte Bestände und Werte. Neu und bislang einmalig für Deutschland ist auch eine vollständige Analyse von Software-Arbeitsplätzen für Lizenz- und Open Source-Programme.

Die Marktdatenbank ist komplementär zur langjährigen Kompetenz des Marktforschungsunternehmens Lünendonk in Fragen des IT-Anbietermarktes. Lünendonk und cbc wollen mit ihrer starken Know-how-Synergie Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine solide Planungsgrundlage für ihr ICT-Business bieten. Die Leistungen von cbc werden über die Lünendonk GmbH vertrieben.

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Das Unternehmen

Die Lünendonk GmbH, Gesellschaft für Information und Kommunikation (Kaufbeuren), untersucht und berät europaweit Unternehmen aus der Informationstechnik-, Beratungs- und Dienstleistungs-Branche. Mit dem Konzept Kompetenz3 bietet Lünendonk unabhängige Marktforschung, Marktanalyse und Marktberatung aus einer Hand. Der Geschäftsbereich Marktanalysen betreut die seit 1983 als Marktbarometer geltenden „Lünendonk®-Listen und -Studien“ sowie das gesamte Marktbeobachtungsprogramm. Seit 2003 ist Lünendonk auch von Frankreich und Großbritannien aus erfolgreich aktiv.

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