VIELFALT DER INTERESSEN – FALLEN FÜR M&A-PROJEKTE
• Lünendonk GmbH stellt neues Themendossier M&A / PMI vor
• M&A-Markt erholt sich
• Erfolg nur mit allen Stakeholdern
• Kostenfreier Download unter www.luenendonk.de
Kaufbeuren, Juni 2010. – Ende 2009 hatte ein Autozulieferer Interesse an einer Übernahme des Bereiches Dachsysteme eines insolventen Cabrio-Herstellers bekundet. Diesen Plan musste das Unternehmen jedoch Ende Mai 2010 ad acta legen. Das Bundeskartellamt versagte die Zustimmung zu diesem Plan, mit der Begründung, dies könnte in einem bereits hochkonzentrierten Markt dazu führen, dass europaweit nur noch zwei große Anbieter von Cabrio-Dachsystemen existierten. Das interessierte Unternehmen hatte eine der wichtigsten Regeln bei Mergers & Acquisitions (M&A) nicht beachtet: Ausnahmslos alle Stakeholder bei einer Übernahme mit ins Boot zu holen.
Gute rationale und ökonomische Gründe reichen meist nicht aus, um eine Übernahme auch erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Dies ist nur eine Erkenntnis des 80seitigen Themendossiers „Mergers & Acquisitions / Post Merger Integration“ der Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, das seit Anfang Juni 2010 kostenlos auf der Homepage des Unternehmens zum Download erhältlich ist.
M&A-Markt erholt sich
„Jeder Top-Manager betrachtet unternehmerischen Wandel als integralen Bestandteil seiner täglichen Arbeit. Mit einer erstarkenden Konjunktur kehrt das natürliche Bedürfnis der Unternehmen nach Expansion zurück. Was liegt näher, als dies auch über Fusionen und Übernahmen zu erreichen?“, beschreibt Thomas Lünendonk, Inhaber der Lünendonk GmbH und Autor des Themendossiers, die aktuelle Marktsituation, die durch eine zunehmende M&A-Entwicklung gekennzeichnet ist.
Das wieder zunehmende Wachstum per Mergers & Acquisitions hat handfeste Motive: Zugang zu bisher nicht erschlossenen Märkten, Übernahme eines Konkurrenten, Erhöhung der Marktanteile und der vertikale oder horizontale Ausbau des Kerngeschäfts. Einen weiteren starken Anreiz bildet die Hoffnung auf Synergieeffekte. Übernimmt etwa ein Hersteller einen Zulieferer, so führt dies in der Regel zu verringerten Kosten, was die Gewinnspanne steigern kann. Wird ein Wettbewerber übernommen, winken Synergien bei Einkauf, Produktion, Know-how, Verkauf und anderen Gebieten. Dasselbe gilt für Fusionen.
Alle Interessensparteien sind zu beteiligen
Wichtig ist bei einem M&A- sowie PMI-Prozess (Post Merger Integration) die Einbeziehung aller Betroffenen und Beteiligten. „Wer bei einem M&A-Prozess konkret zu den Stakeholdern zählt, variiert von Fall zu Fall“, erklärt Thomas Lünendonk. Stakeholder sind natürlich zunächst die Käufer- und Verkäufer-Unternehmen sowie deren Führungs- und Aufsichtsgremien, die den Vorgang letztlich durchführen müssen. Dann stellt sich die Frage: Wessen Geld steckt in beiden Unternehmen? Hier treten Privat Equity Firmen, Hedge Fonds, Aktionäre und Banken in Erscheinung.
Da die Herausforderungen eines M&A-Prozesses oft nicht allein durch unternehmensinternes Personal geschultert werden können, wird in solchen Fällen üblicherweise externe Expertise hinzugezogen. Damit gesellen sich Beratungsunternehmen und M&A-Boutiquen (auf eine spezielle Branche fokussierte Berater) zu den Stakeholdern. Eine besondere Art externen Fachwissens stellen Unternehmensmakler dar – sie nehmen in der Regel nur die Interessen eines Transaktionspartners wahr.
Um die rechtlichen Aspekte bei M&A-Aktivitäten kümmern sich Rechtsanwaltssozietäten. Sie unterstützen direkt bei den Vertragsverhandlungen oder klären bei transnationalen Projekten aus den unterschiedlichen Gesetzen anderer Länder resultierende Probleme. Wirtschaftsprüfungsgesellschaften dagegen kontrollieren die finanziellen Angaben von Unternehmen; eine Übernahme ohne Due Diligence mit verlässlichen Zahlen wäre schlicht unmöglich.
Eine oft unterschätzte, aber zentrale Rolle bei einem M&A-Prozess spielt die Kommunikation. Medien, Kunden, Belegschaft – sie alle sind ebenso über die allgemeine Strategie und das Fortschreiten der Integration zu unterrichten wie die bisher genannten Stakeholder. „Hier kommt der Faktor Mensch entscheidend zum Tragen. Oft gehen mit einer Übernahme auch schmerzhafte Personalveränderungen einher. Werden hier etwa die Mitarbeiter nicht umfassend und zeitnah informiert, könnten sich diese nicht nur weigern, den Prozess aktiv mitzugestalten – sie könnten ihn sogar behindern und sabotieren“, führt Lünendonk aus. Nicht selten werden externe Experten für diese Aufgabe eingesetzt; sie haben den zusätzlichen Vorteil, neutral agieren zu können.
Auch augenscheinlich nicht direkt betroffene Stakeholder dürfen nicht übersehen werden. Hierzu zählt die Politik: Kein Bürgermeister oder Landtags-/Bundestagsabgeordneter bleibt bei drohenden Entlassungen oder sogar Standortschließungen außen vor. Dass diese auch über öffentliche Fördergelder und Bürgschaften bestimmen, kann bei M&A-Projekten ausschlaggebend sein. Schließlich sprechen auch die Kartellbehörden ein entscheidendes Wort mit. Meist wird die Zustimmung aller Stakeholder stillschweigend vorausgesetzt. Diese Einschätzung erweist sich nicht selten als fatal.
Wege zu erfolgreichen M&A-/PMI-Projekten lassen sich konkret im Themendossier „Mergers & Acquisitions / Post Merger Integration“ der Lünendonk GmbH finden, das seit Juni kostenfrei auf www.luenendonk.de heruntergeladen werden kann. Das Themendossier entstand in Kooperation mit Accenture, Capgemini Consulting, IBM Global Business Services und Kienbaum Management Consultants.
Die Reihe „Themendossier“ der Lünendonk GmbH behandelt in regelmäßigen Abständen wichtige Themen aus dem Management- und IT-Beratungsmarkt anhand einer systematischen Einführung, die von konkreten Case Studies führender Beratungsunternehmen ergänzt werden. Neben dem neuen Thema „M&A / PMI“ ist auch das Themendossier „Restrukturierung“ kostenlos verfügbar.
Die Lünendonk®-Studien und Publikationen gehören als Teil des Leistungsportfolios der Lünendonk GmbH zum „Strategic Data Research“ (SDR). In Verbindung mit den Leistungen in den Portfolio-Elementen „Strategic Roadmap Requirements“ (SRR) und „Strategic Transformation Services“ (STS) ist Lünendonk in der Lage, ihre Beratungskunden von der Entwicklung der strategischen Fragen über die Gewinnung und Analyse der erforderlichen Informationen bis hin zur Aktivierung der Ergebnisse im operativen Tagesgeschäft zu unterstützen.
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Lünendonk®-Themendossier: Mergers & Acquisitions / Post Merger Integration (783 KB)
Das Unternehmen
Die Lünendonk GmbH, Gesellschaft für Information und Kommunikation (Kaufbeuren), untersucht und berät europaweit Unternehmen aus der Informationstechnik-, Beratungs- und Dienstleistungs-Branche. Mit dem Konzept Kompetenz3 bietet Lünendonk unabhängige Marktforschung, Marktanalyse und Marktberatung aus einer Hand. Der Geschäftsbereich Marktanalysen betreut die seit 1983 als Marktbarometer geltenden „Lünendonk®-Listen und -Studien“ sowie das gesamte Marktbeobachtungsprogramm. Seit 2003 ist Lünendonk auch von Frankreich und Großbritannien aus erfolgreich aktiv.
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