18.05.2010

LÜNENDONK®-LÄNDERBERICHT 5:

TSCHECHIEN – CHANCEN FÜR DEUTSCHE TECHNOLOGIE-, IT- UND BERATUNGSUNTERNEHMEN

  • IKT-Markt setzt Wachstum fort
  • Von der Werkbank zum Dienstleister-Markt
  • Land profitiert von EU-Osterweiterung
  • Deutschland wichtigster Exportpartner

Kaufbeuren, Mai 2010 – Der tschechische Markt für Informations- und Kommunikations-Technik (IKT) gehört zu den aufstrebenden Märkten in Europa – im Vergleich der Länder Mittel- und Osteuropas untereinander weist er den höchsten Reifegrad auf. Bei einer Exportquote von über 70 Prozent wirkt sich die Finanz- und Wirtschaftskrise enorm auf die noch junge Nation aus. Gleichwohl spürt die Tschechische Republik auch die Abschwächung der Krise: Produktion und Investitionen befinden sich wieder im Aufwind. Dies schlägt sich auch im tschechischen IKT-Markt nieder, der im Begriff ist, an das in den Jahren vor der Krise kontinuierliche Wachstum anzuknüpfen. Dies ist ein Ergebnis des fünften Länderberichts Tschechien der Lünendonk GmbH, Kaufbeuren. Die Publikation ist ab sofort verfügbar. Entsprechende Lünendonk®-Länderberichte sind bereits über Brasilien, Argentinien, Ungarn sowie Südafrika erschienen.

Unterstützt wird das Wachstum besonders durch die Europäische Union. Tschechien, im Zuge der EU-Osterweiterung im Jahre 2004 beigetreten, bezieht aus Brüssel substanzielle Fördergelder, die unter anderem auch in den Ausbau der nationalen IKT-Infrastruktur fließen.

Aber nicht nur EU-Fördergelder veranlassen ausländische IKT-Unternehmen zu Investitionen in Tschechien. Denn der Dienstleistungssektor ist im Aufwind, vor allem das Outsourcing. Beide Aspekte sind Indizien für eine kontinuierliche Entwicklung des tschechischen IKT-Marktes.

Rückkehr zum Aufschwung

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat Tschechien, wie alle anderen europäischen Ökonomien, durch mittels erhöhter Staatsverschuldung finanzierte Konjunkturpakete abzumildern versucht. Der Tiefpunkt scheint überstanden zu sein, zeigte das BIP doch bereits im 2. und 3. Quartal 2009 wieder Wachstum. Als stark exportorientierte Nation ist Tschechien jedoch darauf angewiesen, wie sein Haupthandelspartner Deutschland und das restliche Europa aus der Krise hervorgehen.

„Aufgrund seiner zentralen geografischen Lage eignet sich Tschechien hervorragend als Sprungbrett in die IKT-Märkte Mittel- und Osteuropas“, urteilt Thomas Lünendonk, Inhaber der Lünendonk GmbH. „Das moderate Lohnniveau sowie steigende Absolventenzahlen in IKT-relevanten Studienfächern bilden eine stabile Basis für Outsourcing und Softwareentwicklung.“ Anbieter-Unternehmen sehen sich allerdings auch mit Herausforderungen konfrontiert. Hier sind vor allem Staat, Verwaltung und Politik gefragt: Es gilt, staatliche Bürokratie und Regulierung abzubauen sowie geeignete ordnungspolitische Rahmenbedingungen zu schaffen. Das Rechtssystem muss effizienter gestaltet werden. Zuletzt das Thema Steuern: Neben einem hohen administrativen Aufwand beklagen IKT-Unternehmen vor allem häufige Änderungen der Steuergesetze.

Dienstleistungen im Aufwind

In den letzten Jahren verlagerten sich ausländische Investitionen verstärkt von der verarbeitenden Industrie auf den Dienstleistungssektor. Tschechien wird als „Hardwareschmiede“ sicherlich noch längere Zeit eine Rolle spielen, da dort in puncto Hardware-Marktdurchdringung noch Potenzial besteht. Hinzu kommt: 70 Prozent der tschechischen IKT-Exporte entfallen auf Hardware und Zubehör.

Insbesondere IT-Services verzeichneten in den letzten Jahren innerhalb Tschechiens ein stabiles Wachstum. Diese Leistungen wuchsen 2008 noch um acht Prozent; trotz der Krise fiel dieser Wert 2009 nur wenig. Allerdings wirkte sich die Rezession stark auf die Nachfrage aus. Mit dem Aufschwung ist bei IT-Services und Projektdienstleistungen eine Erholung zu erwarten. Doch vor allem für das Segment Outsourcing rechnen Analysten mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten, da Tschechien hier noch einen geringen Reifegrad aufweist: Der IT-Services-Markt soll bis 2013 um jährlich sechs Prozent auf etwa zwei Milliarden US-Dollar anwachsen.

Auch die Softwareentwicklung hatte in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Aktuell verlangsamt sich der Zuwachs allerdings: 2009 stieg das Marktvolumen um drei Prozent gegenüber 2008 auf knapp eine Milliarde US-Dollar. Dieser Trend dürfte sich aufgrund von Investitionsrückstellungen fortsetzen. Weiterhin ist in Tschechien Software-Piraterie überdurchschnittlich verbreitet.

Der aktuelle Lünendonk®-Länderbericht 5 „Tschechien“ umfasst rund 60 Seiten und ist ab sofort bei der Lünendonk GmbH erhältlich. Die Lünendonk®-Länderberichte erscheinen vierteljährlich und kosten pro Ausgabe 490,- Euro (pdf-Datei, zuzüglich MwSt., inklusive Versand). Ferner sind die Länderberichte Argentinien, Brasilien, Ungarn und Südafrika verfügbar. Weitere Informationen sind unter www.luenendonk.de abrufbar.

Die Lünendonk®-Studien und Publikationen gehören als Teil des Leistungsportfolios der Lünendonk GmbH zum „Strategic Data Research“ (SDR). In Verbindung mit den Leistungen in den Portfolio-Elementen „Strategic Roadmap Requirements“ (SRR) und „Strategic Transformation Services“ (STS) ist Lünendonk in der Lage, ihre Beratungskunden von der Entwicklung der strategischen Fragen über die Gewinnung und Analyse der erforderlichen Informationen bis hin zur Aktivierung der Ergebnisse im operativen Tagesgeschäft zu unterstützen.


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Das Unternehmen

Die Lünendonk GmbH, Gesellschaft für Information und Kommunikation (Kaufbeuren), untersucht und berät europaweit Unternehmen aus der Informationstechnik-, Beratungs- und Dienstleistungs-Branche. Mit dem Konzept Kompetenz3 bietet Lünendonk unabhängige Marktforschung, Marktanalyse und Marktberatung aus einer Hand. Der Geschäftsbereich Marktanalysen betreut die seit 1983 als Marktbarometer geltenden „Lünendonk®-Listen und -Studien“ sowie das gesamte Marktbeobachtungsprogramm. Seit 2003 ist Lünendonk auch von Frankreich und Großbritannien aus erfolgreich aktiv.

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